WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Aufsicht in der Kritik Bafin wusste von Anlagebetrug bei S&K

Die Bafin steht in der Kritik: Laut Informationen von "Handelsblatt Live" hätte die Behörde bereits vor Jahren die Geschäfte der mutmaßlich betrügerischen Immobiliengruppe S&K verbieten können.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Razzia der Frankfurter Staatsanwaltschaft im Februar 2013 bei S&K: Die Immobiliengruppe wird verdächtigt, ein umfassendes Schneeballsystem installiert und so einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht zu zu haben. Quelle: dpa

Im Anlegerskandal der mutmaßlich betrügerische Immobiliengruppe S&K steht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in der Kritik. Sie wusste früh Bescheid, schritt aber nicht ein. Der digitalen Tageszeitung "Handelsblatt Live" erklärte ein Sprecher der Behörde: „Ab Frühjahr 2012 kam ein Einschreiten der Bafin nicht mehr in Betracht, weil ab diesem Zeitpunkt die Staatsanwaltschaft darum gebeten hatte, nicht an die S&K-Gruppe heranzutreten, um die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht zu gefährden.“

Die Staatsanwaltschaft führte aber erst im Februar 2013, also knapp ein Jahr später die Razzia durch, die das Ende von S&K einleitete. In der Zwischenzeit investierten aber Anleger weitere Millionen in die Fonds. Noch Ende Januar 2012 wurde beispielsweise der Fonds Deutsche Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG aufgelegt. In dem Fonds sammelten sich bis zum Ende laut Staatsanwaltschaft 28,2 Millionen Euro an.

Immobilien



Darüber hinaus hätte die Bafin nach Informationen von Handelsblatt Live schon vor Jahren wissen können, dass S&K Anlegergelder in ein Geschäft schleust, für das Unternehmensgruppe „keine Erlaubnis zum Betreiben“ hatte, wie die Bafin später selbst feststellte. Es ging dabei um den Ankauf von Lebensversicherungen, der in der Form, wie S&K es betrieb, einer Bafin-Erlaubnis bedurfte. Diese fehlte jedoch. Wenn die Bafin rechtzeitig eingeschritten wäre, hätten viele Anleger wohl nicht bei S&K investiert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie bei "Handelsblatt Live", einer dreimal täglich aktualisierten Digitalzeitung, die über eine App für iPad und Android verbreitet wird.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%