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Baufinanzierung So tilgen Sie Ihre Immobilienschulden

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Wann kommt die Zinswende?

Zinsen für Hypotheken richten sich vor allem nach den Kursen lang laufender Anleihen sowie von Pfandbriefen. Insbesondere am Anleihemarkt gibt es zurzeit ein Rekordtief nach dem nächsten. Innerhalb der letzten Tage fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kurzzeitig immer wieder unter den Wert von einem Prozent. Selbst Anleihen der Peripheriestaaten sind auf Rekordkurs - zuletzt waren die Renditen von spanischen und italienischen Bonds so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr.

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Rekordniedrige Zinsen sind grundsätzlich ein guter Zeitpunkt für den Abschluss eines Forward-Darlehens zur Anschlussfinanzierung. Viel tiefer können die Zinsen kaum fallen, früher oder später muss die Zinswende kommen. Dann würde auch der Hauskredit wieder teurer. "Es gibt durchaus Anzeichen dafür, dass die Zinsen innerhalb der nächsten 15 Monate wieder steigen könnten", sagt Kraus. Auch Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher des Baufinanziers Dr. Klein, rechnet mittel- und langfristig mit steigenden Bauzinsen. Er geht davon aus, dass die Zinsen sich in den kommenden Monaten eher seitwärts als abwärts entwickeln werden. "Die Seitwärtsbewegung spiegelt wider, dass sich die Zinsen aktuell in einer abwartenden Position eingefunden haben", sagt Gawarecki. Bevor keine neuen Impulse vom Markt zu spüren seien, würden die Finanzierungszinsen um dieses niedrige Niveau pendeln.

Die besten Forward Darlehen mit Volltilgung innerhalb von 15 Jahren, 70% Beleihung

Draghi bleibt sich treu

Denn zumindest in Europa dürfte sich am niedrigen Zinsniveau vorschnell nichts ändern. Zwar hat EZB-Chef Mario Draghi noch keine weiteren Maßnahmen angekündigt. Allerdings machte der Italiener nach dem letzten Zinsentscheid klar, dass die Notenbank für weitere Maßnahmen bereit wäre, sollte die Preise in der Euro-Zone nicht anziehen. Die Teuerungsrate im Währungsraum lag im Juni aufgrund fallender Energiekosten bei nur noch 0,5 Prozent. Solange die Preissteigerung niedrig ist und deutlich vom Inflationsziel der EZB bei knapp unter zwei Prozent abweicht, dürfte die Geldpolitik expansiv und die Zinsen niedrig bleiben.

Unsicherheit kommt lediglich aus den USA. Dort fährt die Notenbank Fed ihre Anleihekäufe bereits Monat für Monat zurück, Spekulationen um eine baldige Zinswende werden häufiger. Dass liegt unter anderem daran, dass der Zielwert der Fed für eine Zinserhöhung, eine Arbeitslosenquote von unter sechs Prozent, nahezu erreicht ist. Bisher rechnen Experten erst 2015 mit einer ersten Zinserhöhung. Ob es dabei bleibt, könnte das am Donnerstag beginnende Treffen der Notenbanker in Jackson Hole zeigen.

Wer sich für ein Forward-Darlehen entscheidet, dem kann es egal sein, ob die Zinswende im nächsten oder übernächsten Jahr kommt. Und da die Wende irgendwann kommen muss, lohnt sich aktuell möglicherweise auch der Zinsaufschlag. Zumal die die etwas teureren Darlehen natürlich ebenfalls vom niedrigen Zinsniveau profitieren und schon ab etwas mehr als zwei Prozent Zinsen zu haben sind.

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