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Berlin Gute Nachbarschaft hilft

In Berlin gibt es alles: Problembezirke und besonders angesagte Viertel, die einst als Problembezirk galten. Nachbarstadtteile profitieren von den begehrtesten Lagen der Hauptstadt.

Das Brandenburger Tor Quelle: dapd

Während die Hauptstadt im Fußball gegen den Abstieg kämpft, zählt sie auf dem Immobilienmarkt zu den Aufsteigern. In zentralen Stadtteilen wie Charlottenburg und Kreuzberg haben sich Wohnungen auf breiter Front um 20 Prozent verteuert. Mit durchschnittlich 1800 Euro pro Quadratmeter zahlen Wohnungskäufer stadtweit trotzdem nur halb so viel wie in München. Besonders gefragt sind Wohnungen mittlerer Größe innerhalb des S-Bahn-Rings.

Vor allem günstige Mietwohnungen würden dort immer knapper, hat das Wohnungsunternehmen GSW Immobilien ermittelt. In Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg legen die Mieten daher besonders stark zu, in äußeren Stadtbezirken – sowohl in den billigen im Nordosten als auch den teureren im Südwesten – hingegen kaum. Die Nachfrage der Mieter ist in Berlin entscheidend, 86 Prozent der Berliner wohnen zur Miete.

Günstige Lagen in guter Nachbarschaft

Kleine Entfernungen können einen großen Unterschied machen: So besteht etwa der Bezirk Mitte aus den Top-Lagen rund um den Potsdamer Platz, wo 18 Euro Miete je Quadratmeter verlangt werden. Doch auch die Stadtteile Moabit und Wedding gehören zu Mitte. Hier müssen Mieter nur sechs Euro je Quadratmeter zahlen. Döner-Buden und Spielcasinos prägen oft noch das Straßenbild, etwa an der Turmstraße.

Doch Immobilienkäufer können auch hier gezielt auf solche günstigen Lagen in guter Nachbarschaft zu teureren Stadtteilen setzen. So färben etwa die hohen Kreuzberger Preise schon langsam auf benachbarte Teile Neuköllns ab. In der Nähe des stillgelegten Flughafens Tempelhof, der mittlerweile als Freizeitpark genutzt wird, werden Top-Wohnungen für über neun Euro Miete angeboten.

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„Investoren, die es auf Mietsteigerungen und Wertzuwächse abgesehen haben, nutzen das aus“, sagt der Berliner Makler und Vizepräsident des Maklerverbandes IVD Jürgen Michael Schick. „Da zieht dann ein Mieter aus, der 4,50 Euro je Quadratmeter zahlt. Der nächste muss schon sieben Euro zahlen.“

Gute Chancen auf Wertsteigerungen bei schon höheren Preisen haben Käufer im innerstädtischen Charlottenburg. Preisübertreibungen gibt es am ehesten in Top-Lagen von Mitte und Prenzlauer Berg, etwa direkt am Kollwitzplatz, wo Verkäufer 5.000 Euro je Quadratmeter fordern. Das können sich die meisten Berliner nicht leisten.

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