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China Krisenkonzern Evergrande leistet offenbar Zinszahlung für Yuan-Bond

Investoren, die Dollar-Anleihen des hoch verschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande gezeichnet haben, müssen weiter bangen.

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Der Konzern hat mehr als 300 Milliarden Dollar Schulden. Quelle: Reuters

Der strauchelnde chinesische Immobilienkonzern Evergrande hat Insidern zufolge fällige Zinszahlungen bei einer Yuan-Anleihe beglichen. Die Tochter Hengda Real Estate Group habe Gelder überwiesen, um einer an diesem Dienstag fälligen Zahlung von umgerechnet 19 Millionen Dollar nachzukommen, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Investoren in Dollar-Anleihen des Konzerns lässt der Konzern aber weiter bangen. Einem der Insider zufolge muss Evergrande mit seinen begrenzten Mitteln vorrangig den heimischen Markt im Blick haben. Denn für das Finanzsystem Chinas stehe viel mehr auf dem Spiel.

Evergrande sitzt auf einem Schuldenberg von umgerechnet mehr als 300 Milliarden Dollar und hat bereits mehrere Fristen für fällige Zinszahlungen an Anleihegläubiger verstreichen lassen. Angesichts des Umfangs der Verbindlichkeiten grassiert die Sorge, dass ein Kollaps des Unternehmens einen Flächenbrand im chinesischen Immobiliensektor auslösen könnte.

Demnächst läuft für eine im September fällig gewordene Anleihe-Zinszahlung eine Nachreichfrist von 30 Tagen aus. Evergrande hatte vergangene Woche bereits eine dritte Runde an fälligen Kupon-Zahlungen verstreichen lassen.

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    Die Evergrande-Krise hat in Europa die Furcht vor möglichen Ausstrahleffekten an den Finanzmärkten ausgelöst. Im Hinterkopf bei vielen Investoren ist die Erfahrung aus der Finanzkrise 2008, als der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers weltweit die Finanzmärkte mit in die Tiefe riss.

    Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau versuchte am Dienstag, derartige Sorgen zu entkräften. Die Geschichte sei nicht dabei, sich zu wiederholen, sagte Villeroy de Galhau auf eine entsprechende Frage. „Ich denke, dass Evergrande vor allem ein chinesisches Problem ist“, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB). „Es wird keine Ansteckung außerhalb Chinas geben.“ Evergrande sei für chinesische Behörden ein ernstes Problem.

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