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Dresden Babyboom in Sachsens Hauptstadt

Dresden ist eine boomende Stadt. Das liegt auch an der hohen Geburtenrate. In keiner deutschen Großstadt ist sie höher. Größere Wohnungen in sehr zentraler Lage sind im Kommen.

Neustädter Elbufer vor der Kulisse der Semperoper in der Dresdner Innenstadt Quelle: dpa

In Dresden sind zwei Faktoren entscheidend: zentrale Lage und Nähe zur Elbe. Elbnähe ist vor allem bei Top-Objekten wichtig. Für edle Wohnungen und Villen in der Neustadt oder den Stadtteilen Weißer Hirsch und Loschwitz müssen Käufer am meisten zahlen, über 3.000 Euro pro Quadratmeter. Der stadtweite Durchschnitt, für bestehende Wohnungen 1.500 Euro, liegt deutlich darunter und ist trotz jüngster Preisanstiege noch günstig.

Die zunehmende Nachfrage, auch von Kapitalanlegern, dürfte die Preise weiter treiben. Früher haben viele Käufer in Dresden aus Steuergründen gekauft. Sie wollten hohe Abschreibungsmöglichkeiten nutzen. „Doch die mussten häufig draufzahlen. Spätestens beim Verkauf war der Steuervorteil futsch, weil der Preis gefallen war“, sagt Makler Horst Petersen. Nun achteten Kapitalanleger stärker auf eine gute Lage und die Vermietbarkeit. Davon profitieren innerstädtische Stadtteile wie die Südvorstadt. Dank der zentralen Lage sparen sich hier immer mehr Haushalte ein Auto oder schaffen wenigstens den Zweitwagen ab.

In welchen Städten es an Wohnungen fehlt
LondonDer Londoner Bürgermeister Boris Johnson will mit harten Mitteln den Wohnungsmangel bekämpfen: Er will auf dem Gelände des Flughafens Heathrow ein Wohngebiet für rund 250.000 Menschen bauen lassen. Um den Plan zu realisieren, soll das Gelände für rund 19 Milliarden Euro aufgekauft und bebaut werden. Dafür sollen neue Flughäfen am Rande der Stadt entstehen. Das berichtet die Zeitung "Die Welt". Doch London ist nicht die Stadt, in der es einen starken Wohnungsmangel gibt. Auch in deutschen Großstädten fehlt es an Immobilien. Quelle: REUTERS
In neuem Licht erstrahlt das Münster in Freiburg am Donnerstag Quelle: dpa
Eine Frau fährt am Mittwoch auf einem Fahrrad in Karlsruhe vor dem Schloss durch eine Lindenallee Quelle: dapd
Der Sitz des Verteidigungsministeriums in Bonn auf der Hardthöhe Quelle: dpa
Vor der Rathaus-Kulisse und dem NORD/LB Gebäude (r) tummeln sich am Sonntag Menschen auf dem zugefrorenen Maschsee in Hannover Quelle: dpa
Ein Frachter fährt am Dienstag im Rhein bei Düsseldorf Quelle: dpa
Der Kölner Dom, aufgenommen bei Nacht mit dem Museum Ludwig Quelle: dpa

Neben den Kapitalanlegern sind in Dresden vor allem junge Akademiker auf Wohnungssuche. Viele arbeiten in der Wissenschaft, etwa für eines der sechs Fraunhofer-Institute. Noch ist die Angebotslage so entspannt, dass die Käufer wählerisch sein können: Sie wollen eine schwellenfreie Wohnung mit innenliegendem Bad, guter Aufteilung und Aufzug im Haus.

Stadt mit hoher Geburtsrate

Meist sind das Zweipersonenhaushalte, die eine Drei- oder Vierzimmerwohnung suchen. Immer häufiger ist auch ein Kinderzimmer nötig. Dresden ist mit 11,2 Geburten pro 1000 Einwohner die Großstadt mit der höchsten Geburtenrate. Bis 2030 soll die Bevölkerung noch um über zehn Prozent steigen.

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Fazit: Mehr als 2500 Euro für den Quadratmeter sollten Käufer wirklich nur für hochwertige Immobilien in den Top-Elblagen zahlen. Potenzial haben die zentralen Lagen in der Südvorstadt und der östlichen Seevorstadt. Kaum Aussicht auf steigende Preise besteht in außerstädtischen Speckgürtel-Lagen wie Pesterwitz. Auch weniger als zehn Kilometer Entfernung zum Zentrum sind für Dresden zu viel.


Mehr zu den Immobilienmärkten einzelner Städte:

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