Dunkle Jahreszeit Zahl der Wohnungsbrände steigt

Wenn es draußen kälter wird und die Tage schneller zu Neige gehen, steigt bei vielen Menschen das Bedürfnis nach Licht und Wärme. Offenes Feuer, aber auch elektronisches Licht, kann da schnell zur Brandgefahr werden.

Rauchmelder können Leben retten. Quelle: dpa

In der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Wohnungsbrände deutlich an. Der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf) warnt davor, dass neben offenem Feuer in Form von Kerzen und Adventskränze auch elektronische Geräte zur Gefahr werden können. Das könne zum Beispiel passieren, wenn Geräte defekt sind oder nicht richtig angeschlossen wurden.

Besonders im Dezember macht sich eine erhöhte Zahl von Wohnungsbränden bemerkbar. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft verzeichnete 2014 in der Adventszeit 40 Prozent mehr Brandschäden als in vergleichbaren Frühjahrs- und Herbstmonaten.

"Vielfache Ursache für Wohnungsbrände ist ganz einfach Staub, der sich in oder an Elektrogeräten sammelt und entzünden kann", so Carsten Wege, Geschäftsführer des bvbf. "Ebenso häufig sind Kabelbrände zu nennen. Am häufigsten jedoch sind es unbeaufsichtigt brennende Kerzen, die den Brand verursachen. Die Flammen greifen dann schnell auf andere brennbare Gegenstände wie Vorhänge über und führen binnen Minuten zu einem Vollbrand. Hier ist erhöhte Aufmerksamkeit besonders wichtig."

Besonders im Schlaf werden Menschen vom Feuer überrascht, da der menschliche Geruchssinn dann ausgeschaltet ist. Deshalb kann ein Rauchmelder Leben retten. Er gibt einen schrillen Warnton von sich, sobald er giftigen Rauch wahrnimmt.

Auch deshalb sind Rauchmelder mittlerweile 13 Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Die restlichen Länder ziehen demnächst mit einer Rauchmelder-Pflicht nach – für alle Wohnungen und Häuser, egal ob alt oder neu.

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