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Gebäudesanierung Starthilfe für die Wärmedämmung

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Musterrechnung: Energieersparnis und Investitionskosten

Wärmebild Quelle: dpa

Musterfall Einfamilienhaus

Hier ein paar Beispiele für den Musterfall eines Einfamilienhauses. Bei Mehrfamilienhäusern kann die Rechnung ganz anders aussehen.

  • Die Dämmung der Außenwände senkt den Energiebedarf eines Hauses um 10 bis 15 Prozent. Der Investitionsaufwand ist allerdings hoch und schlägt leicht mit 30.000 Euro oder mehr zu Buche. Bis sich die Investition über die Energieersparnis rechnet, können leicht 30 Jahre vergehen.

  • Neue Fenster und Haustüren mit moderner Isolierverglasung sparen auch leicht noch mal zwischen fünf und zehn Prozent der Energiekosten, kostet aber selten weniger als 20.000 Euro. Auch hier liegt die Amortisationsdauer bei 30 Jahren und mehr.

  • Eine neue Heizungsanlage rechnet sich in der Regel am schnellsten, da die Energieersparnis schnell 15 Prozent und mehr betragt, der Investitionsaufwand aber liegt oft nur bei 10.000 Euro. Das amortisiert sich schon in weniger als zehn Jahren, meist schon nach sechs oder sieben.

  • Ähnliches gilt für die Dämmung der Kellerdecke: Der finanzielle Aufwand liegt meist bei wenigen tausend Euro, der Effekt beträgt etwa sechs Prozent. Auch diese Maßnahme sollte sich nach spätestens zehn Jahren rechnen.
In Arbeit
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Allerdings sind das nur Musterbeispiele, wie sie häufig anzutreffen sind. Generell lohnt sich eine energetische Sanierung vor allem dann, wenn Dach, Fenster oder Heizung ohnehin saniert werden müssen. Dann kann der Eigentümer die Zusatzkosten einer energetischen Sanierung bei seinen Rentabilitätsüberlegungen auch separat betrachten und berechnen, ab wann sich der zusätzliche finanzielle Aufwand bezahlt macht.

Allgemein gilt: Der Einspareffekt bei den Energiekosten ist bei unsanierten Altbauten aus den 50er, 60er und frühen 70er Jahren am höchsten. Bei älteren Häusern um die Jahrhundertwende ist die Bausubstand meist deutlich solider, die Wände dicker und damit der Einspareffekt auch wieder geringer. Und bei Gebäuden aus den 80er Jahren und später ist die Isolierung meist schon deutlich besser als in den frühen 70ern, was auch hier das energetische Sanieren weniger lohnenswert macht.

Letztlich kommt es auf die Bauart und die Gegebenheiten der einzelnen Immobilie an. Eine solide Planung, scharfe Kalkulation und die fachkundige Beratung müssen daher immer an Anfang einer energetischen Sanierung der Immobilie stehen. Sollten dann noch Förderkredite oder Investitionszuschüsse der staatlichen KfW-Bank sowie die Steuererleichterungen für Sanierer hinzu kommen, kann sie das Energiesparen auch für Altbauten lohnen.

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