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Gut versichert während der Bauarbeiten Diese Versicherungen brauchen Bauherren

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Vandalismus, Bauhelferschutz, Unternehmerpleite

Schutz vor Baustellendieben und Vandalismus

Baustellen sind oft leicht zugänglich und über Nacht unbewacht. Das macht sie anfällig für Diebe und Randalierer. Wer sich gegen Diebstahl und mutwillige Beschädigungen oder auch Unwetterschäden versichern möchte, benötigt eine sogenannte Bauleistungsversicherung. Damit sind die Bauleistungen versichert, also alle bereits erbrachten Bauarbeiten und angelieferten Materialien. Ausgeschlossen sind allerdings Schäden, die auf normale Witterungseinflüsse oder mangelhaft durchgeführte Bauarbeiten zurückzuführen sind.

Der Versicherungsschutz lässt sich zudem auf Schäden durch Vandalismus, Überschwemmungen und weitere Unwetterschäden und sogar auf Material- und Ausführungsfehler erweitern, etwa auch auf Probleme mit dem Baugrund, die erst im Bauverlauf offenbar werden. Die Prämienhöhe ist wie bei der Haftpflicht von den Baukosten abhängig. Bianca Boss vom Bund der Versicherten empfiehlt Bauherren, die beteiligten Bauunternehmen beziehungsweise den Generalunternehmer an den Versicherungskosten zu beteiligen, da diese so ebenfalls vor Schadensersatzansprüchen besser geschützt sind.

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Die Kosten für eine Bauleistungsversicherung belaufen sich über den Daumen auf ein Promille der Baukosten und steigen mit erweitertem Versicherungsschutz.

Bauhelfer und sich selbst absichern

Viele private Bauherren erbringen Eigenleistungen, vom Verlegen der Böden und Tapezieren bis hin zum Verputzen der Wände. Wenn Verwandte und Freunde auf der Baustelle mit anpacken, sind sie über die Bau-Berufsgenossenschaft gegen das Schlimmste versichert. Der Bauherr hat der Berufsgenossenschaft gegenüber allerdings eine Anzeigepflicht und muss seine Bauhelfer dort anmelden. Tut er dies nicht, wird im Schadensfall ein Bußgeld fällig.

Der Bauherr selbst und dessen Ehepartner sind jedoch nicht über die Berufsgenossenschaft versichert. Hier hilft nur eine private Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung. In jedem Fall sollten Bauherren prüfen, ob eventuell schon vorhandener Versicherungsschutz tatsächlich ausreicht und die Deckungssumme gegebenenfalls erhöhen oder eine gesonderte Police abschließen.

Versicherung gegen Unternehmerpleite

Aber nicht nur Naturkatastrophen oder Unfälle können die Zahlungsfähigkeit eines Bauherrn gefährden. Große finanzielle Einbußen drohen, wenn der beauftragte Bauunternehmer vor Abschluss der Bauarbeiten oder noch vor Auftreten von Schäden während der fünfjährigen Gewährleistungsphase pleitegeht.  Dann hilft eine sogenannte Baufertigstellungsversicherung oder eine Baugewährleistungsversicherung. Erstere übernimmt die Mehrkosten, die durch die Beauftragung eines anderen Bauunternehmens entstehen. Letztere springt ein, wenn Schäden innerhalb der Gewährleistungsfrist auftauchen, aber der eigentlich zur Reparatur oder Nachbesserung verpflichtete Bauunternehmer inzwischen zahlungsunfähig ist.

Beide Versicherungen müssen von den bauausführenden Unternehmen abgeschlossen werden. Bauherren sollten daher immer danach fragen, ob ein solcher Versicherungsschutz vorliegt und bis zu welcher Höhe er für die Kosten der Baufertigstellung aufkommt. Alternativ sollten die Bauunternehmen eine Fertigstellungsbürgschaft ihrer Bank vorlegen, dann kann auf den gesonderten Versicherungsschutz verzichtet werden.

Viele Versicherungen, die vor Schäden während der Bauzeit schützen, veranschlagen eine zweijährige Bauphase, andere Zeiträume sind aber durchaus möglich. Kann der Bauherr diese deutlich verkürzen, indem er etwa ein Fertighaus errichtet, wird der Versicherungsschutz in der Regel günstiger. Ist die Bauabnahme erfolgt oder verzögern sich die Bauarbeiten, so dass diese den Versicherungszeitraum überschreiten, muss der Bauherr dies der Versicherung unbedingt mitteilen, will er seinen Versicherungsschutz nicht gefährden.

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