Hamburg Kiez ist in

Tausende Menschen genießen das Alstereisvergnügen Quelle: dpa

Besonders gut schneidet Hamburg ab. Die exklusive Analyse der wichtigsten Indikatoren für die 50 größten deutschen Städte zeigt, dass Immobilien hier langfristig die besten Chancen auf Wertsteigerungen haben – trotz der schon hohen Preise.

„Preise und Mieten werden wohl auch in den kommenden zwei bis drei Jahren steigen, weil der Zuzug nach Hamburg anhält und zu wenig Wohnungen gebaut werden“, sagt Immobiliengutachter Lars Schlüter. Bis 2027 sollen zusätzlich 75.000 Menschen die Hansestadt bevölkern.

Das befeuert schon jetzt den Immobilienhype, etwa in St. Pauli. Hamburger mit großem Geldbeutel zieht es in die Nähe der Reeperbahn. St. Pauli hat sich zum In-Viertel gewandelt, obwohl Prostitution, Drogen und Gewalt nicht verschwunden sind. Das schrecke aber nur wenige ab, sagt Schlüter: „Selbst Familien mit Kindern kaufen dort.“ Inzwischen müssen Käufer 3400 Euro je Quadratmeter zahlen.

Über Wert verkauft

Die Gefahr, zu teuer einzukaufen, ist in begehrten Stadtteilen gestiegen. „Mitunter werden auch sanierungsbedürftige Immobilien weit über Verkehrswert verkauft“, sagt Immobiliengutachter Uwe Loose. Selbst bei Zwangsversteigerungen gingen solche Häuser bis zu 40 Prozent über Verkehrswert weg. Normal seien 20 bis 30 Prozent Abschlag.

Peter Wagner vom Maklerverband IVD Nord rechnet nun aber mit einer Beruhigung: „Im Geschäft mit größeren Mietshäusern, wo Profis untereinander handeln, steigen die Kaufpreise seit Ende des vergangenen Jahres langsamer.“ Meist liefen diese Deals dem übrigen Markt voraus. „Hamburg als Gesamtmarkt für Selbstnutzer und Anleger muss den heftigen Preisanstieg der letzten Monate erst verdauen“, sagt Alexander Lampert, Geschäftsführer des Maklerbüros von Engel & Völkers.

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