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Hauskauf Immobilien-Ranking: Neue Lust am Eigenheim

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Wie viel Immobilienkäufer für ein Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit zahlen Quelle: FMH-Finanzberatung

Konkret sind es vor allem diese Argumente, die Anleger zum Kauf bewegen:

Niedrige Zinsen

Der Zeitpunkt für den Immobilienkauf ist gut. Zwar verlangen Banken für Haus- und Wohnungskredite schon wieder mehr als noch vor einigen Monaten. Käufer müssen für einen Kredit mit zehn Jahren Laufzeit 4,3 Prozent Zinsen zahlen und damit einen Prozentpunkt mehr als im August 2010. Auf lange Sicht sind die Kreditkosten aber immer noch niedrig.

Wichtiger noch: Im Lauf des Jahres dürften die Zinsen weiter steigen. Wer mit dem Gedanken spielt, Haus oder Wohnung auf Kredit zu kaufen, greift jetzt zu.

Steigende Inflation

Immobilien sind Sachwerte, anders als reine Geldanlagen verlieren sie bei Inflation nicht automatisch an Wert und bieten daher Schutz. Viele Anleger sorgen sich um die Geldstabilität und investieren in Steine. Tatsächlich ist die Inflation bereits auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren geklettert. Noch liegt sie mit 2,1 Prozent zwar auf moderatem Niveau. Doch angesichts von ausufernder Staatsverschuldung und Geldschöpfung der Notenbanken drohen höhere Werte. Die Großhandelspreise weisen die Richtung: Im März zogen sie um rund elf Prozent an, so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.

Wer im eigenen Haus wohnt, schützt sich vor steigender Miete. Wer auf Pump kauft, stemmt die fixen Kreditraten im Idealfall leichter, da bei Inflation auch sein Einkommen steigt. Vermieter müssen aufpassen: Meist können sie Mieten nicht mit der Inflation anheben. Auf Nummer sicher gehen sie mit einer indexierten Miete, die an einen Preisindex gekoppelt ist. Mieter müssen ihnen dann bei höherer Inflation auch mehr Miete zahlen.

Knappes Angebot

Obwohl die Vorzeichen für Immobilien günstig sind, werden wenige gebaut. Die Zahl fertiggestellter Wohnungen ging Jahr für Jahr zurück und fiel 2009 auf ein Rekordtief von nur 159.000. Nun ist zwar die Trendwende geschafft, die Zahl der Wohnungen steigt: 2010 vergaben die Behörden 5,5 Prozent mehr Baugenehmigungen als im Vorjahr. Doch noch reicht das Bautempo rein rechnerisch nur, um vorhandene Wohnimmobilien alle 250 Jahre zu ersetzen, hat das Bankhaus Lampe errechnet. So lange aber bleibt kaum eine Immobilie stehen.

Dass Interessenten in den kommenden Jahren wegen eines Überangebots die Preise drücken können, müssen Neu-Eigentümer deshalb nicht befürchten.

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