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Heizöl & Co. Wie lange bleibt Energie preiswert?

Der Ölpreis ist 2014 zusammengebrochen. Doch zuvor war er lange Zeit auf einem relativ hohen Niveau stabil. Bleibt Öl jetzt so günstig? Oder bekommen Wirtschaft und Verbraucher nur eine kleine Atempause?

Welchen Staaten der niedrige Ölpreis besonders schadet
Erdölförderung Quelle: dpa
Ölförderung in Saudi-Arabien Quelle: REUTERS
Ölförderung in Russland Quelle: REUTERS
Oman Ölpreis Quelle: Richard Bartz - eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons
Öl-Leitung im Niger-Delta Quelle: dpa
Ölförderpumpe in Bahrain Quelle: AP
Venezuela Ölförderung Quelle: REUTERS

Die These ist so verbreitet, dass sie kaum mehr angezweifelt wird: Das Ende des Erdöl-Zeitalters steht bevor. Öl ist heute schon knapp und hat seinen Zenit als Energielieferant der industriellen Epoche überschritten.

Doch der Rohölpreis hat sich in nur sechs Monaten fast halbiert. Das passt nicht zusammen, eigentlich.

Fakten zum Rohölpreis

Bundesbankpräsident Jens Weidmann sieht das zurzeit billigere Erdöl als eine Art Konjunkturprogramm. „Die Verbraucher und Unternehmen müssen dafür weniger ausgeben und können mehr konsumieren und investieren“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Meilensteine der Ölpreisentwicklung

Die bisherigen Prognosen der Bundesbank zur wirtschaftlichen Entwicklung hätten den Ölpreisrückgang noch nicht im vollen Umfang widergespiegelt. Seit dem Stichtag für die Prognosen sei der Preis noch einmal um rund 25 Prozent gefallen. Das sei enorm und führe dazu, dass die Preise für zahlreiche Güter sinken, denn ihre Produktion werde günstiger. „Gleichzeitig stimuliert das die Wirtschaft.“

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Nach derzeitigem Stand - und wenn der Ölpreis so niedrig bleibe - heiße das, 2015 werde die Inflation noch niedriger als gedacht, das Wachstum aber besser. Weidmann betonte aber auch: „Als Notenbanker müssen wir auch immer die Kehrseite der Medaille im Blick behalten. Wir müssen aufpassen, dass die Menschen im Euroraum nicht auch künftig solch eine niedrige Inflation oder gar fallende Preise erwarten.“

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