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Hypothekenkredite werden teurer Ist das die Wende bei den Immobilienzinsen?

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Bei Immobilien drohen überzogene Preise

Prinzipiell spricht nichts dagegen, Finanzberater Herbst warnt aber vor einer möglichen Gefahr: "Die erwartete Wende am Zinsmarkt könnte die Nachfrage nach Immobilien nochmals aufblähen, die verfügbaren Objekte werden noch knapper und vor allem teurer".

Die Gefahr, dass Immobilienkäufer für ihren Traum vom Eigenheim zu viel bezahlten, werde immer größer. Einfacher sei es dagegen für Bauherren, die müssten lediglich leicht gestiegene Finanzierungskosten in Kauf nehmen. Die monatlichen Auswirkungen halten sich aber bisher im Rahmen und fallen bei einer durchschnittlichen Finanzierungssumme von 200.000 Euro kaum ins Gewicht.

Günstige Forward-Darlehen mit 20 Jahren Zinsbindung, Vorlaufzeit 36 Monate

Wer bereits stolzer Besitzer einer Immobilie ist und sich Sorgen um die Zinssicherheit macht, sollte schnell überlegen, noch ein sogenanntes Forward-Darlehen zur Anschlussfinanzierung abzuschließen. So lassen sich die günstigen Zinsen auch für die Zukunft sichern. Ein Forward-Darlehen kann schon Jahre bevor die bisherige Finanzierung ausläuft abgeschlossen werden.

Üblich ist ein Vorlauf von ein bis drei Jahren, das hängt von der Risikofreude des Kreditnehmers ab. Je länger die Forward-Periode ist, desto höher ist prinzipiell der fällige Zins, der Verbraucher zahlt einen sogenannten Forward-Aufschlag. Auch die Dauer der Zinsbindung beeinflusst den Preis. Entscheidend ist am Ende die Monatsrate aus Zins und Aufschlag. Diese muss der Kreditnehmer stemmen können.

Immobilien



Aktuell zahlen Immobilienbesitzer für eine Anschlussfinanzierung über 150.000 Euro bei Zinsbindung drei Jahre im voraus einen Zins von etwas mehr als zwei Prozent für das Forward-Darlehen. Historisch ist das weiterhin extrem niedrig. Auch der Forward-Aufschlag liegt oft unter 0,5 Prozent und sollte somit weiterhin zu verschmerzen sein.

Wer jetzt ein Forward-Darlehen abschließt, macht also vermutlich ein gutes Geschäft - die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen zu Beginn des Darlehens höher sind als aktuell, ist relativ groß. Wer dagegen schon vor Monaten unsicher war, muss möglicherweise feststellen, dass die Konditionen zu Beginn der Laufzeit noch günstiger waren als bei Abschluss des Forwards. So funktioniert die Wette mit der Bank.

Das Problem: wer einmal einen Forward-Vertrag abgeschlossen hat, kommt nicht so leicht wieder heraus. Von Kunden, die das Darlehen nicht in Anspruch nehmen wollen, verlangen die Banken eine Entschädigung, vergleichbar mit der Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitigem Auflösen eines Kredits. Auch hier gilt: je länger die Forward-Periode, desto höher ist in der Regel die fällige Entschädigung. Das Umschwenken auf ein neues Darlehen rechnet sich also normalerweise nicht.

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