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Immobilien Boom beim Wohnungsbau hält an

Niedrige Zinsen und die große Nachfrage in Ballungsräumen treiben den Wohnungsbau in Deutschland an. Die Branche ist dennoch nicht zufrieden, denn die Mietpreisbremse bremse auch sie.

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Das Essener Wahrzeichen, der Förderturm der ehemaligen Zeche und des heutigen Museums Zeche Zollverein Quelle: dpa
Das "U" auf dem Dach der Unions-Brauerei Quelle: dpa
Skyline von Düsseldorf im Winter Quelle: dpa
Bremer Marktplatz Quelle: dpa
Blick über den Rhein auf Köln Quelle: dpa
Menschen auf dem Schlossplatz in Stuttgart Quelle: dpa
Neues Rathaus in Hannover Quelle: dpa

Die Flucht der Anleger ins „Betongold“ lässt den deutschen Wohnungsmarkt weiter boomen. Im vergangenen Jahr wurde bundesweit der Bau von rund 284.900 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 5,4 Prozent oder knapp 14.500 Wohnungen mehr als im Vorjahr 2013 - und so viele wie seit 2003 (297.000) nicht mehr.

„Damit setzte sich die im Jahr 2010 begonnene positive Entwicklung weiter fort“, betonten die Statistiker. Von den Höchstwerten in den 1990er Jahren ist der Wert allerdings noch weit entfernt: So war allein 1994 der Bau von fast 713.000 Wohnungen genehmigt worden.

Die Mieten-Pläne der Bundesregierung

Zudem hat das Tempo im Vergleich zum Vorjahr nachgelassen, als das Plus gegenüber 2012 noch bei 12,9 Prozent gelegen hatte, wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) betonte. „Die sich abkühlende Dynamik bei den Baugenehmigungen zeigt, dass Regulierungsvorhaben wie die kürzlich im Bundestag beschlossene Mietpreisbremse entgegen aller anderslautenden Bewertungen ihre Schatten vorauswerfen“, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko.

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Zusammen mit steigenden Baukosten und Steuern schreckten „unverhältnismäßige staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt“ Investoren ab, sagte Gedaschko. Deren Neubauaktivitäten seien aber für eine Entspannung bei der Mietpreisentwicklung einiger Ballungsgebiete enorm wichtig.

Von den im Jahr 2014 genehmigten Wohnungen waren mit knapp 246.000 die allermeisten Neubauwohnungen in Wohngebäuden. Dagegen gab es Rückgänge bei den Genehmigungen für Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser.

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