WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Immobilien-Boom ungebrochen Immobilienpreise steigen zu Jahresbeginn um fünf Prozent

Immobilienpreise steigen zu Jahresbeginn um fünf Prozent Quelle: dpa

Die Bundesbank warnt schon seit Längerem vor Übertreibungen bei den Immobilienpreisen in den Städten. Nun zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamt: Auch im ersten Quartal 2019 ging die Preisspirale weiter nach oben.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Die Preise für Wohnimmobilien haben zu Jahresbeginn auf breiter Front weiter angezogen. Sie lagen im ersten Quartal durchschnittlich um fünf Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Demnach kletterten die Preise sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen.

Der Anstieg in den sieben größten Metropolen war mit 8,6 Prozent für Eigentumswohnungen und 6,9 Prozent für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders stark. In von der Bevölkerungsstruktur her stärker verdichteten ländlichen Kreisen fiel der Preisanstieg geringer aus: Wohnungen verteuerten sich um 1,7 Prozent, Häuser um 4,3 Prozent.

Seit Ende 2015 haben die Preise für Wohnimmobilien bundesweit um 22 Prozent angezogen. Eine überdurchschnittlich starke Preisdynamik hatten mit einem Anstieg von 40,8 Prozent Eigentumswohnungen in den Metropolen. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich in den größten sieben Städten um 36,4 Prozent. In anderen Großstädten und außerhalb der Ballungsräume nahmen die Preise laut Statistischem Bundesamt seit 2015 ebenfalls deutlich zu.

In den Großstädten ist einer aktuellen Analyse des Maklerunternehmens Homeday zufolge auffällig, dass historische Wohnhäuser besonders stark vom Preisanstieg betroffen sind. Bei ihnen legten die Quadratmeterpreise zwischen 2015 und 2018 um durchschnittlich knapp 30 Prozent zu, für die übrigen Wohngebäude waren es hingegen nur rund 25 Prozent. In einzelnen Städten werden sogar Preissprünge von knapp 46 Prozent für Altbauten erreicht.

Für die Analyse hat das rund 100.000 Angebotspreise aus den 80 größten Städten Deutschlands analysiert. Dabei wurden alle Wohngebäude als Altbau definiert, wenn sie vor 1950 fertiggestellt wurden und somit mindestens 69 Jahre alt sind.

Als eine Triebfeder für die Flucht in Betongold gilt die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die Bundesbank warnt schon seit längerem vor kräftigen Übertreibungen bei den Immobilienpreisen in deutschen Städten – insbesondere in den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart.

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%