Immobilien Das Traumhäuschen im Grünen

Eine neue Studie behauptet: Theoretisch hätte jeder dritte Mieter genug Geld, ein Eigenheim zu finanzieren. Praktisch sind Häuser vor allem im Grünen bezahlbar. Welche Regionen besonders attraktiv sind.

Wo Immobilien immer teurer werden
PotsdamDie brandenburgische Landeshauptstadt, hier der Park Sanssouci, ist neu in der Top 10 der teuersten Städte Deutschlands. Im ersten Quartal 2014 kostete dort eine Eigentumswohnung 3075 Euro. Zum Vergleich: 2013 zahlte man für die gleiche Wohnung noch 3025 Euro. Quelle: Grundlage sind Berechnungen des Beratungsunternehmens empirica für das erste Quartal 2014. Das Referenzobjekt ist ein Neubau mit 60 bis 80 Quadratmetern und gehobener Ausstattung. Ein 41-seitiges Dossier mit den 1000 besten Maklern Deutschlands und den besten Wohnlagen in den 50 größten Städten finden Sie als Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft. Quelle: dpa
LandshutBeschauliche Altstadt im Münchener Speckgürtel: Landshut scheint immer beliebter zu werden. Im ersten Quartal 2014 kostete eine Eigentumswohnung dort 3183 Euro. 2013 war das noch für 3061 Euro zu haben. Damit rutscht Landshut in die Top 10 der Immobilienpreise. Quelle: dpa
Erlangen Der Schlossgarten, hier die Orangerie, gilt als eine der ersten barocken Gartenanlagen Frankens. Hier findet jedes Jahr das größte Gartenfest Europas statt. Die Stadt in Mittelfranken wird immer attraktiver, das macht sich in den Preisen für Wohneigentum bemerkbar. Ein Quadratmeter kostete zuletzt 3.332 Euro – 118 Euro mehr als im Jahresschnitt 2013. Trotzdem rutscht Erlangen im Ranking im Vergleich zum vierten Quartal 2013 um zwei Ränge ab. Quelle: dpa
RegensburgDie Donau trägt gewiss zur Attraktivität der Stadt bei. Eine Wohnung kostete hier im ersten Quartal des Jahres 3.311 Euro. Im Jahresschnitt 2013 waren es noch 3.266 Euro, im Vorjahr 3.062 Euro. Damit steigen in Regensburg zwar die Preise, im Ranking steht die Stadt aber nur noch auf Platz sieben. Quelle: dpa
Frankfurt Wer hier zu Miete wohnen will, muss tief in die Tasche greifen: Mit 11,91 Euro pro Quadratmeter liegt Frankfurt auf Platz zwei. Da ist eine Eigentumswohnung vergleichsweise günstig. 3.394 Euro pro Quadratmeter kostete die zuletzt, das sind etwa 150 Euro mehr als im viertel Quartal des Vorjahres. Quelle: dapd
StuttgartOb Daimler oder Bosch: In Stuttgart gibt es nicht nur einen schönen Schlossplatz (Bild), sondern auch viele große Arbeitgeber. Das zieht immer mehr Menschen in die Stadt und das treibt die Immobilienpreise: 3.486 Euro für den Quadratmeter kostete dort zuletzt eine Eigentumswohnung, im Jahresmittel 2013 immerhin noch 3.364 Euro. Damit ist Stuttgart die fünftteuerste Stadt, wenn es um Wohneigentum geht. Bei den Mieten ist sie sogar noch zwei Plätze weiter vorne: 11,46 Euro pro Quadratmeter müssen Mieter bezahlen. Quelle: dpa
RosenheimWer seine Wochenenden so verbringen will, für den ist Rosenheim der ideale Wohnort. Billig wird das allerdings nicht – besonders, wenn es eine Eigentumswohnung sein soll. Anfang 2014 kostete die stolze 3523 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr zuvor waren es durchschnittlich 3371 Euro. Rosenheim stieg auf Platz vier der Städte mit den teuersten Immobilien. Quelle: dapd

Der Traum vieler Familien steht im Landkreis Dingolfing-Landau. Dort gibt es ein schickes Einfamilienhaus für 175.000 Euro – mit 128 Quadratmetern Wohnfläche, 860 Quadratmeter großem Grundstück, Markeneinbauküche und Wellnessbad.

Reist man 130 Kilometer weiter südwestlich, kostet die schlichte Doppelhaushälfte mit 120 Quadratmetern Wohnfläche auf 360 Quadratmetern Grundstück 579.000 Euro – ohne jede Extras. Kostet der Quadratmeter Wohnfläche in Dingolfing gerade mal 1880 Euro, sind es beim Haus in Starnberg schon stolze 4800 Euro je Quadratmeter.

Wer ländlich lebt, muss nicht immer das Nachsehen bei der Wertstabilität seiner Immobilie haben. Es gibt durchaus Landkreise mit guten Zukunftschancen, in denen Immobilien noch günstig sind. Quelle: dpa

Die Beispiele zeigen, wie groß das Gefälle zwischen den regionalen Immobilienmärkten in Deutschlands Regionen ist. Der Häusermarkt in Deutschland brummt sein Jahren – und lässt die enormen Unterschiede bei den lokalen Immobilienpreisen deutlicher zu Tage treten.

Das bestätigt nun eine Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos und des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Sparda-Banken. Das Ergebnis: Theoretisch hätte jeder dritte Mieter genug Geld, ein Eigenheim zu finanzieren. Auch deshalb, weil Wohneigentum in Deutschland im bundesweiten Durchschnitt immer noch erschwinglich ist. Vor allem in begehrten Lagen, etwa in Großstädten, ist die Finanzkraft der Immobilienkäufer allerdings stark gefordert.

Die Marktforscher haben berechnet, wie viele Jahresnettoeinkommen notwendig sind, um sich ein typisches Einfamilienhaus in den jeweiligen Regionen zu kaufen. Das Ergebnis zeigt eine enorme Spreizung.

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