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Immobilien Das Traumhäuschen im Grünen

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Die attraktivsten Landkreise

Europas beliebteste Metropolen für Immobilienkäufer
Platz 10: MadridDas Spaniens Hauptstadt überhaupt unter den Top Ten der Immobilieninvestoren auftaucht, ist schon eine Überraschung. Aber dem Immobilienmarkt Madrid bescheinigen die Anleger wieder gute Aussichten, weil sich das Land schneller als befürchtet aus der Staatsschuldenkrise befreit. Für Neuinvestitionen sind die Aussichten gut. Bei den Bestandsimmobilien landet Madrid bei den Investoren auf Platz 19. Schlusslicht ist Athen auf Platz 28. Quelle: PwC Real Estate, Stand: 16.01.2014 Quelle: REUTERS
Platz 9: KopenhagenAuch Dänemarks Hauptstadt legt in der Investorengunst zu. Das Land erholt sich von der Rezession, die Bevölkerung wächst, die Finanzierungskonditionen für Immobilienkäufer sind so günstig wie nie. Auch beim Immobilienbestand wird Kopenhagen daher für Investoren aussichtsreicher. Dort verbessert sich die Stadt von Rang 12 auf 8. Quelle: REUTERS
Platz 8: StockholmDie Hauptstadt Schwedens profitiert von starkem Wachstum und ist bei ausländischen Firmen seit langem als Standort beliebt. Investoren erwarten stabile Preise in den sehr teuren 1a-Lagen und konzentrieren sich vermehrt auf Investments in der zweiten Reihe. Immerhin wächst die Bevölkerung, die Schaffung neuen Wohnraums bleibt dahinter zurück. Quelle: dpa
Platz 7: MünchenBei bestehenden Immobilienanlagen sehen Profi-Investoren die bayrische Landeshauptstadt in punkto Ertragsaussichten weiterhin unangefochten auf Platz ein. Für Neuinvestitionen sind die Anleger aber angesichts der deutlich gestiegenen Immobilienpreise skeptischer. München muss den ersten Platz aus dem Vorjahr räumen und fällt auf Rang sieben zurück. Quelle: dpa
Platz 6: FrankfurtDie Mainmetropole landet bei den Ertragsaussichten für neue Immobilieninvestments auf Platz sechs, bei den bereits bestehenden Engagements auf Rang zehn. Die Investoren bauen darauf, dass die Überwindung der Rezession der dortigen Finanzindustrie neuen Schub verleiht. Zudem profitiert Frankfurt davon, dass die Leerstandsquoten bei Büros sinken - auch weil Büroflächen in Hotels und Wohngebäude umgewandelt wurden. Quelle: dpa
Platz 5: LondonLondon belegt sowohl bei bestehenden Immobilieninvestment als auch Neuinvestitionen Rang fünf in der Anlegergunst. Die Preise sind hoch, dennoch gilt Großbritanniens Hauptstadt vielen Investoren als sicherer Hafen. Vor allem aus Asien und dem Nahen Osten fließt viel Kapital in Londons Immobilienmarkt. Quelle: dpa
Platz 4: IstanbulDie Metropole am Bosporus hat in den vergangenen Jahren ein sagenhaftes Wachstum erlebt. Dennoch fällt die heimliche Hauptstadt der Türkei in der Investorengunst gegenüber dem Vorjahr um einige Plätze zurück. Es mangelt an hochqualitativen Immobilien, die Preise schwanken stark. Andererseits wächst die Bevölkerung dynamisch und lockt Kapital aus Russland, Asien und dem Nahen Osten an. Politisch ist das Terrain allerdings wenig stabil. Quelle: AP

Die Spanne reicht von 2,5 Jahreseinkommen für ein typisches Einfamilienhaus im oberfränkischen Wunsiedel bis zu 10,6 Jahreseinkommen für das Eigenheim im Landkreis München. Die Zahlen bestätigen, was auch andere Studien bereits diagnostizierten.

Während in Metropolen wie München die Preise längst die Bodenhaftung verloren haben, gibt es andernorts Immobilien zum Schleuderpreis - denn kaum jemand will in die strukturschwachen Gebiete mit sinkender Einwohnerzahl und hoher Arbeitslosigkeit ziehen.

Attraktive Orte

Ökonomisch betrachtet sind deshalb Wohnorte in der zweiten Reihe besonders attraktiv. Denn erstaunlicherweise hängen die Preisunterschiede nicht immer nur davon ab, wie eine Region wirtschaftlich dasteht.

Der Landkreis Dingolfing-Landau etwa gilt als wachstumsstarke Region mit mehreren Produktionsstandorten der Automobilbranche. Dennoch sind die Immobilienpreise dort noch immer günstig.

Die Studie der Sparda-Banken kommt zu dem Ergebnis, dass es noch Regionen in Deutschland gibt, in denen das Verhältnis von Zukunftsfähigkeit und Erschwinglichkeit nach wie vor attraktiv ist - auch unter dem Aspekt des Werterhalts.

Im Bundesdurchschnitt können sich den Berechnungen zufolge zwei von drei Haushalten die eigene Immobilie leisten. Dafür müssen die Hauskäufer im Schnitt etwa fünf Jahresnettoeinkommen aufbringen. Der Landkreis Dingolfing-Landau zählt mit einem Wert von 4,1 daher ebenso wie Fulda (4,1) oder der Ilm-Kreis (4,2) noch immer zu den besonders attraktiven Wohnregionen.

Die zehn besten Landkreise für den Immobilienkauf in Westdeutschland

Die Analysten von Prognos und Allensbach haben nach den Kriterien Zukunftsfähigkeit und einem günstigen Verhältnis zwischen Kaufpreis und Einkommen die zehn attraktivsten Landkreise in Westdeutschland sowie die fünf besten Landkreise in Ostdeutschland herausgefiltert. Insgesamt liegen die Kosten für ein Einfamilienhaus in 59 Prozent der Städte und Landkreise unter dem Bundesdurchschnitt.

Die fünf besten Landkreise für den Immobilienkauf in Ostdeutschland

Für die repräsentative Untersuchung wurden mehr als 1800 Personen nach ihrer Zufriedenheit, ihren Wünschen und Präferenzen in Bezug auf ihre Wohnsituation befragt. Das überraschende Ergebnis: Eine deutliche Mehrheit will auf dem Land leben.

29 Prozent der Befragten gaben an, sie würden Wohnen im Grünen bevorzugen, 25 Prozent bevorzugen eine Kleinstadt. Eine Stadt mittlerer Größe wäre für 24 Prozent ideal, aber nur etwa jeder fünfte Deutsche will wirklich in einer Großstadt eine Eigenheim. „Dafür gibt es gleich mehrere Gründe“, erklärt Werner Süßlin vom Institut für Demoskopie Allensbach. „In den Städten gibt es deutlich mehr Single-Haushalte und erhöhte Mobilität. Es herrscht einerseits größere Unsicherheit über die künftige Lebens- und Einkommenssituation, andererseits eine entsprechende Scheu vor einer langfristigen Bindung an einen. Grundsätzlich ist zwar da Potenzial für Immobilienkäufe groß, aber das Angebot in den Großstädten relativ knapp.“

Trend zum urbanen Wohnen

„Ungefähr seit 2005 entstand ein deutlicher Trend zum urbanen Wohnen“, sagt Tobias Koch von Prognos. „Dass das Interesse am ländlichen Wohnen weiterhin hoch ist, liegt auch an idealisierten Vorstellungen, dem steigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung sowie intakten Sozialstrukturen.“ Zudem sei es für viele Haushalte schwer, etwas Passendes und Bezahlbares in den Städten zu finden.

Die Großstadt steht bei der jungen Bevölkerung unter 30 Jahren weiter oben auf der Wunschliste: Ein Drittel sieht in der Großstadt den idealen Wohnort. Aber schon in der Altersgruppe zwischen 31 und 40 sinkt dieser Anteil auf 21 Prozent. Auf der anderen Seite zieht es vor allem Familien mit Kindern eher ins Grüne; 39 Prozent von ihnen wollen auf dem Land leben.

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