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Immobilien-Eigentümer So senken Sie die Energiekosten

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Mini-Blockheizkraftwerke als Alternative für Altbauten

Dagegen kommt die Erd-Wärmepumpe ohne Brennstoff aus, braucht aber Strom, und das nicht zu knapp. Deshalb bieten viele Stromanbieter günstigere Tarife für Pumpenstrom an. Die Investitionskosten für eine Elektrowärmepumpe in einem Einfamilienhaus seien etwa 5 000 Euro höher als die für eine Ölheizung, schätzt das vom Bundesumweltministerium unterstützte Internetportal klima-sucht-schutz.de.

Wärmepumpen sind dabei umso vorteilhafter, je geringer die Differenz zwischen der Temperatur ist, die sie über eine Flüssigkeit aus der Erde aufnehmen, und derjenigen, die sie an das Heizwasser abgeben. Deshalb eignet sich ihr Einsatz vor allem für gut gedämmte Häuser und solche mit Fußbodenheizungen. Denn die können mit Vorlauftemperaturen zwischen 20 und 40 Grad gefahren werden.

Grundsätzlich gilt: Wer mit niedrigen Kesseltemperaturen auskommt, spart Energie und Geld. Für die Brennwerttechnik ist es wichtig, dass das Wasser mit möglichst niedrigen Temperaturen aus den Heizkörpern zurückläuft. Sie werden so ausgelegt, dass das Vorlaufwasser auf etwa 55 Grad Celsius erhitzt wird, 15 Grad weniger als bei einem Niedertemperaturkessel. "Die Mehrkosten für einen Brennwertkessel amortisieren sich nach etwa fünf Jahren", berichtet Eicke-Hennig aus Erfahrung. Allerdings muss dann das gesamte Heizungssystem auf die neue Technik angepasst werden.

Energieexperte Eicke-Hennig, der auch bei der Hessischen Energiesparaktion mitwirkt, ist kein Fan der Wärmepumpentechnik, weil sie störanfälliger als mit Gas oder Öl betriebene Heizanlagen ist und deshalb höhere Wartungs- und Reparaturkosten verursachen kann. Er sieht mehr und mehr Einsatzmöglichkeiten für Mini-Blockheizkraftwerke - etwa in älteren Villen, die sich nur mit hohem Aufwand dämmen lassen oder wenn der Denkmalschutz die Dämmung der Fassade verhindert.

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"Das Mini-Blockheizkraftwerk im Keller eines Einfamilienhauses lohnt sich insbesondere dann, wenn aufgrund besonderer persönlicher Umstände auch im Sommer ein hoher Wärmebedarf besteht", ergänzt Branchenkollegin Höcker.

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