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Immobilien-Eigentümer So senken Sie die Energiekosten

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Wer neu baut, muss auch regenerative Energiequellen nutzen

Warum die Energiepreise steigen
Euroscheine stecken an einer Steckdose Quelle: dpa
Logos der vier großen Engergiekonzerne EnBW (l, oben), RWE (r, oben), Vattenfall (l, unten) und Eon (r, unten) Quelle: dpa
Ölpumpen stehen im Sonnenuntergang auf einem Ölfeld bei Los Angeles Quelle: dpa
Bild einer Raffinerie auf einem Bildschirm der Firma Gazprom Quelle: REUTERS
Ein Mitarbeiter eines Heizöllieferanten bereitet die Betankung eines Mehrfamilienhauses mit Heizöl vor Quelle: dpa
Ein Tankwagenfahrer beliefert einen Privathaushalt mit Heizöl Quelle: AP
Ein Monteur verkabelt einen Strommast Quelle: dapd

Eine Studie der RWE Effizienz GmbH favorisiert als "kostenoptimal" für Einfamilienhäuser Gasbrennwertkessel, bei Neubauten ergänzt um eine Trinkwassererwärmung mittels Sonnenkollektoren. Beim Neubau eines Mehrfamilienhauses kann die Luft-Wärmepumpe laut der RWE-Studie in puncto Kosten mithalten.

Wer neu baut, kommt am Einsatz von regenerativen Energien ohnehin nicht vorbei. Das regelt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz. Demnach müssen 15 Prozent des Wärmeenergiebedarfes für Heizung und Warmwasser durch Sonnenkraft oder 30 Prozent durch Biogas in einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden.

Als Alternativen kennt das Gesetz an, wenn 50 Prozent des Bedarfs durch flüssige oder feste Biomasse oder auch über Wärmepumpen gedeckt wird. Flüssige Biomasse ist in der Regel Pflanzenöl. Zur festen Biomasse zählen Pellets und Scheitholz.

Soll die Heizungsanlage eines Mietblocks saniert werden, hat die Gasbrennwertanlage wieder wirtschaftliche Vorteile. Etwaige Fördermittel hat RWE Energieeffizienz in ihrem Vergleich der Systeme nicht berücksichtigt. Weil sich die Förderbedingungen ständig verändern, bleibt Verbrauchern nichts anderes übrig, als selbst nach aktuellen Zuschüssen und zinsverbilligten Krediten zu suchen oder sich beraten zu lassen.

Wer dagegen möglichst wenig Kohlendioxid in die Luft pusten möchte, sollte sich für eine Pellet-Heizung entscheiden. Zwar sind die gepressten Holzabfälle viel billiger als Öl und Gas. Dafür sei die Anlage in der Anschaffung doppelt so teuer wie ein Gasbrennwertsystem, sagt Energieberater Eicke-Hennig.

Zwar genießt die Gasbrennwerttechnik bei Energieberatern Sympathie. Doch Erika Hocke von der Energieagentur Schwarzwald-Hochrhein, warnt: "Es gibt nicht die eine richtige Heizung für jeden. Wer auf Komfort bezüglich Bedienung und Wartung Wert legt und wenig Platz hat, für den wird eine Gasheizung interessant sein." Öl und Pellets brauchen Platz, und der Vorrat muss überwacht werden. Umgekehrt: Wem die Gasleitung in der Straße vor dem Grundstück fehlt, kann auch mit einem Gasbrennwertkessel ebenso wenig anfangen wie mit einem Mini-Blockheizkraftwerk im Keller. Denn die Motoren dieser Kraftwerke brauchen Gas als Brennstoff.

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