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Immobilien Warum gebrauchte Häuser oft besser sind, als neu zu bauen

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Keine Nachteile beim Altbau-Kredit

Was die Finanzierungskonditionen angeht, unterscheiden sich Alt- und Neubaufinanzierungen im Grunde nicht. Es gibt also keinen Zinsaufschlag für Altbauten, nur weil deren Lebensdauer vermeintlich verringert ist. Dennoch kennen alle Baufinanzierer die Hundert-Jahre-Regel: Einer Wohnimmobilie wird damit ein durchschnittliche Lebensdauer von 100 Jahren unterstellt.

Der Grundgedanke dabei: Je älter ein Gebäude, umso geringer sein Substanzwert und umso höher die notwendigen Sanierungskosten, sofern seit dem Bau keine großen Sanierungen vorgenommen wurden.

Baufinanzierer machen sich die Rechnung jedoch einfach: „Bei uns wird in der Tat bei den Konditionen nicht unterschieden nach neu und gebraucht. Stattdessen wird jedes Objekt individuell nach Lage, Zustand, Ausstattung Marktgängigkeit, Bevölkerungsentwicklung der Region et cetera bewertet, um den jeweiligen Beleihungswert festzulegen“, sagt etwa Schröder von der LBS West.

Bereitstellungszinsen vermeiden

Während bei einer gebrauchten Immobilie oder beim Kauf eines Schlüsselfertigbaus mit der Unterschrift der Kaufpreis und auch der Finanzierungsaufwand fest stehen und der Kredit meist auf einen Schlag bereitgestellt wird, ist beim neu gebauten Haus in Eigenregie ein schrittweiser Abruf der Kreditsumme nach Baufortschritt üblich. Das kann mit wachsendem Kreditbedarf und Zusatzausgaben einhergehen.

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Zum Beispiel sollten Bauherren Bereitstellungszinsen vermeiden, die die Kreditgeber verlangen, wenn das Darlehen längere Zeit ungenutzt auf dem Konto herumliegt. Verzögern sich etwa Baubeginn oder einzelne Bauphasen gleich um mehrere Monate, verlangen Banken schnell 0,25 Prozent pro Monat. Bei einem Darlehen von 300.000 Euro sind das zusätzlich 750 Euro pro Monat.

Wer hingegen einen Altbau kauft, sollte seinen Finanzierungsbedarf vorsichtshalber gleich etwas großzügiger ansetzen, um mögliche Sanierungskosten stemmen zu können.

Dann kann die gebrauchte Immobilie all ihre Vorteile ausspielen: es geht schneller, ist trotz Sanierungsbedarf meist günstiger, das Wohnquartier gewachsen und zumeist zentraler gelegen – und die Finanzierung gestaltet sich unkomplizierter.

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