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Immobilien

Wetten, Sie wissen nicht, was Sie beim Altbau-Kauf erwartet?

Anke Henrich
Anke Henrich Freie Autorin, Mittelstands-Expertin

Wer Geld zu verschleudern hat, kauft sich jetzt auf der Flucht vor der Euro-Krise zackig eine Immobilie. Das könnte bei manchem Altbau ein Fehler sein.

Wo die Deutschen nicht wohnen wollen
Ein Häuschen im Grünen und vor allem fern ab von jeder störenden Geräuschkulisse - der Traum vieler Deutschen. Doch wovor graut es ihnen? Immonet hat 2316 Deutsche gefragt, wohin sie auf keinen Fall ziehen würden. Quelle: dpa
Wohn-Paradies: Ruhig, mit angenehmen Nachbarn, einer reichhaltigen Infrastruktur mit Freizeit- und Shoppingangeboten und einer guten Verkehrsanbindung - all das macht hingegen eine beliebte Lage für die Befragten aus. Quelle: dpa/dpaweb
Platz 4: Tierischer Lärm Gegenüber Hunden und Katzen herrscht Toleranz: Lediglich knapp 7 Prozent der Befragten finden Maunzen und Bellen in Hörweite so störend, dass sie ein Tierheim bei der Immobiliensuche meiden würden. Quelle: dapd
Platz 3: Kindergeschrei Es herrscht laut der Studie in Deutschland eine starke Aversion gegen Kinderlaute: Für immerhin rund 13 Prozent der Befragten ist ein Kindergarten in der Nachbarschaft ein Grund, Haus oder Wohnung zu verschmähen. Quelle: dpa
Platz 2: Motorenlärm Auf Platz zwei in der Liga der unbeliebten Nachbarschaften sind die Brummer auf den Straßen: Mehr als ein Viertel, nämlich 26 Prozent der Umfrage-Teilnehmer würden um keinen Preis in die Nähe einer Autobahn ziehen. Quelle: dpa
Platz 1: Flugzeuggetöse Die schlimmsten Störenfriede - das befanden mehr als die Hälfte der Befragten - sind Flugzeuge: 54 Prozent der User würden niemals in die Nähe eines Flughafens ziehen. Pech nur, wenn der Flughafen einfach in die Nachbarschaft zieht - sowie in Berlin-Schönefeld. Quelle: dapd

Die Immobilienpreise gehen durch die Decke, die Qualität der Bauten nicht. Vor allem die beliebten - und derzeit im Preis explodierenden - Stadt-Altbauten stecken voller böser Überraschungen, warnt der nicht kommerzielle Verband privater Bauherren.

Die größte Gefahr verbirgt sich hinter der Vertragsformulierung „gekauft wie besehen“ und damit im  Kaufvertrag die Gewährleistungsansprüche an den Verkäufer wirksam ausgeschlossen wurden. Dann muss der sich nach dem Verkauf um nichts mehr kümmern, wovon er vorher nichts wusste.

Denn zumindest ihm bekannte erhebliche Mängel darf der Verkäufer auch im Fall „gekauft wie besehen“ nicht verschweigen. Falls doch, handelt er arglistig und der Käufer kann nachträglich die Beseitigung der Mängel vom Verkäufer verlangen. Im Extremfall kann der Käufer den Hauskauf rückabwickeln, vorausgesetzt der Käufer kann die Arglist tatsächlich nachweisen.  

Wie Wohnungsanzeigen verschleiern
Ein Maler tapeziert eine Decke Quelle: AP
Durch ein Rapsfeld läuft am Montag (19.04.2004) Postbote Werner Eickhoff in Ratingen. Quelle: dpa/dpaweb
Ein Monteur arbeitet in einem Bad Quelle: dpa/dpaweb
Gäste sitzen vor einer Kneipe Quelle: dpa
FILE--Shoppers leave a Wal-Mart store in Scarborough, Maine, Quelle: AP
Blick in eine offen gestaltete Wohnung Quelle: © aaphotograph - Fotolia.com
Blick in ein Treppenhaus von oben Quelle: ZB

Es empfiehlt sich, vor Vertragsabschluss einen unabhängigen Baugutachter für eine Inspektion des ganzen Hauses von Keller bis Dach (auch bei einer Eigentumswohnung!) zu engagieren. Dessen überschaubares Stundenhonorar ist gut investiert. Fachleute lassen sich über den Verband privater Bauherren finden.  

Für einen ersten Check bietet sich im Internet für Altbau-Interessierte die Seite des Verbandes Privater Bauherren (VPB) an. Sie informiert über Themen wie Energieberatung, Wohnen im Baudenkmal, Altbau-Gutachten, Denkmalschutz, Unterhalts- / Nebenkosten und Wertgutachten. Dort lässt sich auch das „Einstiegspaket Altbau“ bestellen.

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