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Immobilienbranche Feuert das Baukindergeld die Preise weiter an?

Immobilienbranche: Baukindergeld feuert die Preise weiter an Quelle: imago images

Schon vor seiner Einführung wurde das Baukindergeld von vielen Seiten harsch kritisiert. Nach Einführung und ersten Auszahlungen warnt die Immobilienbranche: Die Förderung treibe Immobilienpreise weiter in die Höhe.

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Das Baukindergeld macht Häuser, Wohnungen und Grundstücke aus Sicht der Immobilienbranche noch teurer. In vielen Fällen schlage der Verkäufer die Prämie auf den Verkaufspreis auf, teilte der Zentrale Immobilien-Ausschuss in Berlin mit. Außerdem erhielten den Zuschuss vor allem jene Familien, die ihn eigentlich nicht nötig hätten, ergänzte der Verband und verwies dazu auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Beim Baukindergeld gibt es über zehn Jahre insgesamt 12.000 Euro pro Kind, knapp 70.000 Förderzusagen wurden schon erteilt. Das von der staatlichen Förderbank KfW im Auftrag der Bundesregierung ausgezahlte Baukindergeld wurde demnach erwartungsgemäß stark nachgefragt. Bis Ende des Jahres wurden laut Vorstandschef Günther Bräunig 56.000 Förderzusagen erteilt, seitdem kamen weitere gut 12.000 hinzu.

Preistreibend wird aus Sicht der Immobilienbranche auch ein vom Bundestag beschlossener befristeter Steuerbonus für den Mietwohnungsbau wirken.

Die Mieten steigen nach einem Gutachten des Verbands weiter. Wer im Herbst 2018 umgezogen ist, muss für die neue Wohnung im bundesweiten Mittel monatlich 7,06 Euro kalt pro Quadratmeter ausgeben, 3,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Spanne ist aber groß. Sie reicht von 4,54 Euro im Kreis Höxter bis 16,54 Euro in München. Die Experten rechnen mit weiter steigenden Mieten und Kaufpreisen, zunehmend auch im Umland der Großstädte.

Für das vergangene Jahr meldete auch die Bundesbank kräftig gestiegene Immobilienpreise. Zwar habe sich der Preisauftrieb in den Städten etwas verlangsamt, außerhalb der Städte seien die Preise für Wohneigentum aber verstärkt nach oben geschossen, teilte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht mit.

Das Preisniveau bei Eigentumswohnungen und Häusern in den Städten sei bereits überaus hoch. Da passe es ins Bild, dass sich die Wohnraumnachfrage teilweise auf das Umland verlagert habe. Insgesamt liegen aus Sicht der Bundesbank die Immobilienpreise in den Städten weiterhin deutlich über dem Niveau, das durch Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftliche Faktoren gerechtfertigt ist.

Die Bundesbank warnt schon seit längerem vor kräftigen Übertreibungen bei den Immobilienpreisen in deutschen Städten. In den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart liegen die Preise nach ihrer Einschätzung nach wie vor zwischen 15 und 30 Prozent über dem angemessenen Niveau.

Die Mieterhöhungen in den Städten fielen 2018 laut Bundesbank nicht mehr ganz so stark aus wie noch in den Vorjahren. Bei Neuverträgen habe der Zuwachs mit 3,75 Prozent deutlich unter der Rate von 2017 gelegen, als es laut Bundesbank ein Plus von 7,25 Prozent gab. Auch in den sieben Großstädten sei der Zuwachs mit vier Prozent wesentlich schwächer ausgefallen. Die Neuvertragsmieten waren dort 2017 um 9,25 Prozent nach oben geschossen, ein Höchststand bei der Verteuerung im aktuellen Nachfrageboom.

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