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Immobilienkauf Die günstigsten und teuersten Ecken in Deutschlands Metropolen

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Berlins teuerste Wohnungen wären in München ein Schnäppchen

Selbst nach vielen dynamischen Boomjahren reichen die Preise in Berlin längst nicht an das Preisniveau Münchens heran. Dort beginnen die Wohnungspreise im günstigsten Fünftel der Stadtteile bei 438.000 Euro. Selbst in Feldmoching-Hasenbergl sind pro Quadratmeter Wohnfläche schon mindestens 5800 Euro fällig – und damit mehr als selbst in Berlins begehrtesten Bezirken.

Ebenfalls ist zu beobachten, dass die Preise in Stuttgart und Köln in unserem Stadtteilvergleich deutlich enger beieinanderliegen als etwa in Hamburg, Frankfurt und natürlich München. Ein insgesamt noch moderates und wenig ausschweifendes Preisniveau bieten im Vergleich der sieben größten Städte Deutschlands noch am ehesten Düsseldorf, Stuttgart und Köln.

München - Preisgefüge für Immobilienkäufer nach Stadtbezirken

Die mitunter großen Preisspannen in den einzelnen Stadtteilen haben verschiedene Ursachen. Zunächst fallen natürlich Ausstattung, Gebäudezustand und Mikrolage auch bei gleicher Wohnungsgröße mitunter ganz unterschiedlich aus. Besonders groß sind die Preisunterschiede aber zwischen Neu- und Altbauten. So hat die Postbank in ihrem Wohnatlas 2018 ermittelt, dass eine 70-Quadratmeter-Neubauwohnung in den sieben größten Städten zwischen 71.000 und 166.000 Euro teurer ist als eine vergleichbare Altbauwohnung.

Dabei kommen in den Metropolen laut Postbank die Bestandsgebäude, also Altbauten, auf einen Anteil von mehr als 70 Prozent. „Neubau entsteht vor allem da, wo Platz ist“, sagt dazu Jörg Koschate von der BHW Bausparkasse. „Dabei sind Lage und Infrastruktur bei älteren Objekten oft deutlich attraktiver.“ Je nach Zustand kommt es aber auch vor, dass die Ersparnis gegenüber einem Neubau komplett für eine Sanierung des Altbaus draufgeht.

Kaufpreisunterschiede zwischen Alt- und Neubau in den Metropolen*

Berlin

108.500 Euro

Hamburg

71.454 Euro

München

82.431 Euro

Köln

104.353 Euro

Frankfurt

100.613 Euro

Stuttgart

166.580 Euro

Düsseldorf

120.211 Euro

*Durchschnittsangaben; Neubau: ab Baujahr 2014
Quelle: Postbank Wohnatlas 2018

Köln - Preisgefüge für Immobilienkäufer nach Stadtbezirken

München toppt alle Städte hinsichtlich Preisniveau und Bandbreite der Preise. Hier reichen die Immobilienpreise für 75 Quadratmeter Wohnfläche im Stadtbezirk Altstadt-Lehel hinauf bis zu 860.000 Euro. Umgerechnet zahlen Käufer dort mehr als 11.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche - das ideale Pflaster für Millionäre und finanzstarke Spekulanten.

Noch immer ist viel Geld im Markt auf der Suche nach attraktiven Immobilieninvestments. Andererseits glauben auch Experten nicht, dass der Boom noch Jahre anhält. Schon seit Längerem warnt die Bundesbank vor einer Überbewertung von Immobilien in den Metropolen um rund 35 Prozent. Die Marktforscher von Empirica sehen in neun von zwölf Großstädten eine „eher hohe Blasengefahr“.

Erste Anzeichen für eine Trendumkehr: So manches Luxuswohnbauprojekt erweist sich mittlerweile als schwer verkäuflich. Vieles spricht dafür, dass sich das Ende das Immobilienbooms zuerst im Hochpreissegment abzeichnet, und dann erst nach und nach die darunterliegenden Preisstufen erfasst.

Frankfurt - Preisgefüge für Immobilienkäufer nach Stadtbezirken

„Im Hinblick auf die ausufernden Kosten in den hochpreisigen Lagen gewinnen bezahlbare Alternativen in der Umgebung zunehmend an Attraktivität bei Immobilienkäufern“, erklärt Wicker. „Die Folge ist allerdings auch hier ein zusätzlicher Preisanstieg in den begehrten Regionen.“

Klingt, als wäre der Immobilienboom vielleicht gebremst, aber noch nicht vorbei. Das Preisniveau in den vergleichsweise günstigen Stadtteilen kann also noch deutlich ansteigen und zu den hochpreisigen Vierteln aufschließen. Wer also auf eine Immobilie in so einem Stadtteil setzt, sollte sich vermutlich besser beeilen - oder lieber auf eine Mietwohnung setzen.

Stuttgart - Preisgefüge für Immobilienkäufer nach Stadtbezirken

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