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Immobilienmarkt Investoren sortieren für Umweltstandards hoffnungslose Immobilien aus

Für Immobilien-Anleger stehen Nachhaltigkeit und Wohlbefinden immer häufiger im Vordergrund. Die Beratungsfirma Colliers sieht darin eine Gefahr für Immobilien die nicht den ESG-Ansprüchen entsprechen.

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Mieter wünschen sich zunehmend Flächen mit starken ESG-Eigenschaften. Quelle: imago images/Alexander Pohl

Schärfere Umweltauflagen für Immobilien veranlassen Investoren laut der Beratungsfirma Colliers zu radikalen Entscheidungen. „Nachhaltigkeit führt zu einer größeren Kluft zwischen neueren, hochwertigen Immobilien in erstklassigen Lagen und älteren Bestandsobjekten in städtischen Teilmärkten“, erklärte Colliers am Freitag auf Basis einer Umfrage unter mehr als 300 internationalen Investoren.

Die Anleger konzentrierten sich auf Gebäude, bei denen Nachhaltigkeit und Wohlbefinden im Vordergrund stünden. Dagegen trennten sie sich von Objekten, die nicht den Ansprüchen an Umweltschutz, Sozialstandards und gute Unternehmensführung (ESG) genügten. Diese drohten veraltet zu sein, wenn sie nicht ESG-konform aufgewertet würden.

„Da Mieter zunehmend Flächen mit starken ESG-Eigenschaften wünschen und die Zahl der ESG-Auflagen weiter ansteigt, erwarten wir, dass Investoren diesen Faktoren deutlich mehr Priorität einräumen, um zu vermeiden, dass sie in Zukunft gestrandete Assets im Portfolio haben“, erklärte der Chef von Colliers Deutschland, Matthias Leube.

ESG-Kriterien spielten eine wichtige Rolle bei Anlege-Entscheidungen: Fast drei von vier Investoren beziehen Umweltfaktoren laut der Umfrage zum Immobilien-Ausblick 2022 in ihre Strategien ein. „Dieser Wunsch, nachhaltig zu investieren, ist sowohl ein Mittel, um Anlagen zukunftssicher zu machen, als auch eine Reaktion auf den Druck von Interessengruppen und der Gesellschaft, die von ihnen fordern, auf die Klimakrise zu reagieren“, resümiert Colliers.

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