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Immobilienmarkt Wuppertal Kaum Nachfrage

Die Stadt im Bergischen war eines der ersten Industriezentren Deutschlands, hat eine Universität und liegt günstig zwischen Dortmund und Köln. Dennoch sind die Preise niedrig, der Leerstand ist hoch.

Eine Schwebebahn fährt durch das Wuppertaler Stadtgebiet Quelle: AP

Zu wenig Akademiker, Arbeitslosigkeit, viele Geringverdiener und vor allem der starke Einwohnerverlust machen der Stadt zu schaffen. Seit Anfang der Siebziger ziehen viel mehr Menschen weg als hierher.

Das merkt man an den Preisen. Selbst die schmucken Villen in den Nobel-Kiezen Zoo und Briller Viertel sind mit rund 2.000 Euro pro Quadratmeter erschwinglich. Immerhin stehen sie nicht leer. Das sieht in weiten Teilen Wuppertals anders aus.

Leerstand trotz angenehmen Wohnklimas

Ein kalter Samstagmorgen in der Nähe der Parkanlage Hardt im Stadtteil Elberfeld. Nicht die schlechteste Gegend; hier gibt es weder Wohnsilos noch Alkoholiker an jeder Bushaltestelle – Mittelklasse. Und doch stechen sofort die leer stehenden Häuser ins Auge. Wenige sind eingerüstet und werden liebevoll saniert, mit Kupferdachrinnen und Streben-Fenstern. Deutlich häufiger sind die Fenster blind, Klingelschilder und Briefkästen verwaist.

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Bis weit in die Achtzigerjahre sei die Gegend rund um den Platz der Republik „als Asi-Viertel verschrien gewesen“, sagt ein etwa 50-jähriger Anwohner. In Latzhosen und T-Shirt schraubt er bei Minusgraden an seinem Mercedes 190 herum. „Ist aber besser geworden“, sagt der Mann und reibt sich die Nase am ölverschmierten Unterarm, „sind viele junge Leute hergezogen in letzter Zeit. Nicht nur Krawallmacher und so, da sind viele ganz normale Studenten dabei.“

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