Immobilienpreise Das sind die teuersten Städte Deutschlands

Schöner Wohnen in Deutschland ist auch schön teurer geworden. In den gefragtesten Städten sind die Preise deutlich angezogen. Wo man für Mietobjekte und Eigenheime besonders tief in die Tasche greifen muss.

Die teuersten Städte Deutschlands
Dresden Quelle: dpa
Platz 8Bekannt für Politklüngel und Hochdeutsch: In Hannover kostet eine Gewerbeimmobilie etwa auf der Georgstraße im Schnitt 195 Euro pro Quadratmeter. Quelle: Creative Commons-Lizenz
Platz 8: Für eine Eigentumswohnung in Ost-Berlin muss ein Käufer 1.400 Euro pro Quadratmeter aufbringen ... Quelle: AP
Platz 7: ... für eine Eigentumswohnung im Westen der Stadt noch etwas mehr. Hier kostet der Quadratmeter 1.500 Euro.
Platz 7 / 6Auch auf der Kölner Schildergasse bezahlen Händler 250 Euro für den Quadratmeter Ladenfläche. Quelle: dpa
Platz 5: "Mainhattan" dürfte auch dank der vielen Banker ein teures Pflaster sein: In Frankfurt zahlt man pro Quadratmeter 1.550 Euro für eine Eigentumswohnung. Quelle: dpa
Platz 4: Wer " Hamburg, meine Perle" als Einwohner singen will, sollte Geld mitbringen - pro Quadratmeter liegt der Preis für eine Eigentumswohnung bei 1.750 Euro. Quelle: dpa
Platz 4Rang vier geht an die Kö in Düsseldorf. Wer hier seinen Laden neben Armani, Gucci oder Chanel platzieren will, legt dafür im Schnitt 285 Euro monatlich pro Quadratmeter hin. Quelle: dpa/dpaweb
Platz 2: Mit einem Quadratmeterpreis von 2.100 Euro für eine Eigentumswohnung ist die Schwabenmetropole Stuttgart die zweitteuerste Stadt Deutschlands. Quelle: dpa
München Quelle: dpa

Selten war das Thema Immobilien in der öffentlichen Wahrnehmung so präsent wie in den vergangenen Monaten. Die niedrigen Zinsen und die damit verbundene höhere Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen haben in Deutschland für einen wahren Run auf Eigenheime gesorgt. Das lässt sich auch an den aktuellen Preisen für Objekte festmachen, zumindest in den größeren Städten der Republik.

„Von realer Nachfrage getrieben“

Laut dem jüngsten Wohnpreisspiegel 2012/2013 des Branchenverbands IVD sind zwar die Preise für Eigenheime ebenso wie die Wohnmieten deutschlandweit nur jeweils um 3,1 Prozent gestiegen. Daher sieht IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling auch keine Übertreibung: „Von einer Blasenbildung kann in Deutschland keine Rede sein. Die Preisanstiege sind Bestandteil eines längst überfälligen Aufholprozesses der deutschen Wohnungsmärkte“, so Kießling. Die Preissteigerungen seien von „der realen Nachfrage nach Wohnraum getrieben“.

Die Top 10 deutscher Städte bei den Preisen für Eigentumswohnungen (zum Vergrößern bitte in die Grafik klicken)

München am teuersten

Allerdings fallen diese Steigerungen in einigen Städten deutlich größer aus als beim Durchschnitt. So sind vor allem in der teuersten Stadt Deutschlands, in München, die Preise förmlich explodiert: Für den Quadratmeter einer Eigentumswohnung zahlt man in der bayrischen Landeshauptstadt 2.850 Euro – das sind satte 21,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dagegen nehmen sich die Steigerungen in Stuttgart und Düsseldorf von 7,7 Prozent auf 2.100 Euro beziehungsweise von 5,6 Prozent auf 1.900 Euro fast bescheiden aus. Bei den übrigen Städten der Top 10 der teuersten Städte liegen die Preissteigerungen zwischen null (Köln: 1.500 Euro/qm) und acht Prozent (Hamburg: 1.750 Euro/qm). Im Durchschnitt beträgt der Preis in diesen Top-10-Städten 1.581 Euro/qm.

Großstädte bieten Sicherheit

„Wie auch schon in den Jahren zuvor gilt die Faustregel: Je höher der Wohnwert und je größer die Stadt, desto höher das Preiswachstum“, fasst Jens-Ulrich Kießling die Ergebnisse zusammen. Zudem biete der Erwerb einer Eigentumswohnung in einer deutschen Großstadt vor dem Hintergrund der positiven Wanderungssalden und der Einkommenssituation typischer Nachfragerhaushalte ein hohes Maß an Sicherheit. So ist auch zu erklären, dass der Preiszuwachs bei Städten ab einer Einwohnerzahl von einer halben Million mit 8,7 Prozent deutlich vom Durchschnitt (3,1 Prozent) abweicht.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%