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Jahresgutachten Wirtschaftsweise sehen keine Immobilienblase

Die fünf Wirtschaftsweisen sehen keine Anzeichen für eine Immobilienblase in Deutschland. Allerdings räumen die Experten ein, dass die Entwicklung in einigen Regionen nicht nachhaltig sei.

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Mietshäuser in Hamburg zu sehen: Der Anstieg der Mietpreise in der Hansestadt hält unvermindert an. Quelle: dpa

Berlin Die fünf Wirtschaftsweisen sehen keine Hinweise für eine Immobilienblase in Deutschland, warnen aber vor Überhitzungsgefahren in einigen Regionen. „Insgesamt gesehen lässt die seit einigen Jahren zu beobachtende Belebung des deutschen Immobilienmarkts bisher keine Anzeichen für gesamtwirtschaftliche Fehlentwicklungen erkennen“, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresgutachten es Sachverständigenrates. Bei den Preisen für Wohneigentum seien „im historischen wie im internationalen Vergleich keine Überhitzungstendenzen zu diagnostizieren“.

Allerdings dürfe dieser Befund nicht darüber hinwegtäuschen, „dass es in einigen Regionen und insbesondere in einzelnen Lagen zu Entwicklungen gekommen ist, die sich als nicht nachhaltig erweisen könnten“, warnen die Professoren. Die Bundesbank hatte erst kürzlich darauf hingewiesen, dass in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf die Preise für Wohnimmobilien um bis zu 20 Prozent überbewertet sein könnten.

Das ungewöhnlich niedrige Zinsniveau trägt den Gutachtern zufolge wesentlich zur hohen Nachfrage nach Immobilien bei. „Ein stärkerer Zinsanstieg würde die Dynamik des Markts erheblich abbremsen“, so die Experten. Wegen der überwiegend langfristigen Zinsbindung würde das verzögert auf die Investoren durchschlagen. Größere Risiken für die Gläubigerbanken sehen die Weisen nicht. „Bei einer in der Regel vergleichsweise hohen Eigenkapitalfinanzierung ist das Finanzsystem gegen einen begrenzten Rückgang der Immobilienpreise grundsätzlich recht gut abgesichert“, heißt es in dem Gutachten.

Die steigenden Mietpreise sehen die Ökonomen nicht mit Sorge. Zwar seien sie 2011 und 2012 schneller gestiegen als die Verbraucherpreise, davor aber hätten sie stagniert oder seien sogar gesunken. Deshalb sei der jüngste Mietanstieg „als moderat zu bewerten“. Die Wirtschaftsweisen sprechen sich gegen den von Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen diskutierte Mietpreisbremse aus. Damit werde versucht, „ein gewünschtes Marktergebnis gesetzlich zu erzwingen“.

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