KfW-Studie Energie-Sanierung ist teurer als ihr Nutzen

Sie ist das staatliche Steuerungsinstrument für den Umbau von Wohngebäuden in Deutschland. Doch eine hauseigene Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kommt nun zum Schluss, dass die energetische Sanierung vor allem ein großes Konjunkturprogramm ist.

Die Wärmeabstrahlung des Bundeskanzleramtes: Die KFW-Studie macht

Geringere Energiekosten gleichen die hohe Investitionen für die energetische Sanierung von Wohngebäuden nicht aus, wie eine KfW-Studie offenbart. Zwar könnten insgesamt bis zum Jahr 2050 etwa 370 Milliarden Euro an Energiekosten gespart werden, wie die Förderbank am Dienstag mitteilte. Zugleich seien aber für das Erreichen des Energiesparziels Investitionen in Höhe von etwa 838 Milliarden Euro nötig, welche die KfW über ihre Programme finanziell unterstütze. Es werde "deutlich, dass sich aus heutiger Sicht die Investitionen nicht allein aus den eingesparten Energiekosten refinanzieren lassen", schrieben die Experten.

Die Milliarden-Investitionen kurbelten jedoch das Wachstum an. Sie trieben die Wirtschaftsleistung jährlich um 0,4 Prozent in die Höhe. Pro Jahr würden zudem 200.000 bis 300.000 Arbeitsplätze gesichert, vor allem im Baugewerbe und im Handwerk, hieß es weiter. Von Wachstum und Beschäftigung profitierten auch die öffentlichen Haushalte: Die Mehreinnahmen durch Steuern und Sozialabgaben summierten sich bis 2050 auf 95 Milliarden Euro. Am Beispiel der energetischen Sanierung im Wohnungsbestand zeige sich, dass Ausgaben im Wirtschaftskreislauf immer auch Einnahmen seien, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. "Große Investitionen in den Klimaschutz tragen also maßgeblich zu Wachstum und Beschäftigung bei."

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