Nach Vorwürfen Sonderuntersuchung beim Immobilienkonzern Adler dauert länger

Die laufende Untersuchung soll bis zum 25. März verlängert werden. Vorwürfe über den Wert des Portfolios seien teilweise entkräftet, behauptet Adler.

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Adler: Stefan Kirsten ist neuer Chef des Verwaltungsrats Quelle: imago images/Achille Abboud

Der Immobilienkonzern Adler Group kommt weiter nicht zur Ruhe. Die laufende Sonderuntersuchung zu den Vorwürfen der Investmentfirma Viceroy solle bis zum 25. März verlängert werden, hieß es in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Schreiben des neu gewählten Verwaltungsratsvorsitzenden Stefan Kirsten. Grund ist, dass verschiedene von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG untersuchte Komplexe noch nicht komplett abgearbeitet sind.

So können dem Schreiben zufolge Vorwürfe mit Bezug auf Transaktionen mit angeblichen nahestehenden Personen wegen der derzeit verfügbaren Daten nicht widerlegt werden. Diese Untersuchungen würden daher fortgeführt.

Die Vorwürfe zur Werthaltigkeit des Wohnimmobilienportfolios von Adler seien sämtlich widerlegt worden, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Vorwürfe zum Entwicklungsportfolio hätten bislang nur teilweise widerlegt werden können. Wertdifferenzen beim Entwicklungsportfolio würden gemeinsam weiter untersucht.

Die Loan-to-Value (LtV)-Berechnungen von KPMG auf Basis der in den jeweiligen Finanzberichten veröffentlichten Bilanzdaten zu den jeweiligen Quartalsenden der Jahre 2019 und 2020 gemäß Anleihebedingungen führten nicht zu der vorgeworfenen Überschreitung der in den Anleihebedingungen festgelegten LtV-Schwellenwerte. Diese Berechnungen werden im Hinblick auf verschiedene Szenarien weiter verfeinert.

Kirsten rechnet damit, dass der Abschlussbericht der Untersuchung zeitnah nach dem Ende der verlängerten Frist vorgelegt wird. Der Jahresabschluss soll in der letzten Aprilwoche vorgelegt werden.

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