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Offene Immobilienfonds Die Neulinge Swisslife und Crosslane im Check

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Gewinn für Anleger ist noch unklar

Der Fonds ist nach deutschem Recht aufgelegt und wird von der BaFin kontrolliert, sowie von heimischen Sachverständigen viermal im Jahr bewertet. Mit einer jährlichen Verwaltungsvergütung von bis zu einem Prozent liegt der Fonds im marktüblichen Bereich. Beim An- und Verkauf der Immobilien fließen inzwischen aber üblicherweise bei allen Fonds zusätzlich bis zu einem Prozent der Kaufsumme oder auch mehr an die Fondsverwalter. Ein Problem, mit dem der Fonds mitunter zu kämpfen hat: Er baut sein Portfolio jetzt auf und die Preise sind in allen Immobiliensegmenten hoch. Wie der Gewinn bei diesem Einkaufsumfeld auf Dauer für Anleger ausfallen kann, muss sich zeigen. Insgesamt erscheint dieses Portfolio aber für Anleger als geeignete Alternative zu den bisherigen großen Fonds am Markt.

Die größten offenen Immobilienfonds

Studentenherbergen im Depot

Kräftig zur Kasse bittet der Crosslane Student Real Estate Fund (ISIN DE000A2AGN33) Anleger. Die jährlichen Kosten bewegen sich mit 1,8 Prozent am oberen Ende und auch für den Kauf und Verkauf der Immobilien steckt sich das Fondsmanagement  mit um die zwei Prozent pro Transaktion viel Geld ein. Der Fonds spezialisiert sich auf das Feld des studentischen Wohnens. Ein durchaus interessanter Markt, denn kleine Wohnungen, die einigermaßen den Anforderungen der Studenten und ihrem Budget gerecht werden, sind rar.

"Die Preise für studentischen Wohnraum steigen rasant und bringen viele Studenten zu Semesterbeginn in die Bredouille", sagt Anja Hofmann, Vorstandsmitglied der auf Studienfinanzierung spezialisierten Aktiengesellschaft Deutsche Bildung. Das gelte auch nicht mehr nur für Berlin, München oder Hamburg. Auch in Konstanz, Darmstadt oder Marburg sind die Lebenshaltungskosten der Studenten durch die Mieten gestiegen.

Wohnungsmarkt ist Gefahr für Chancengleichheit

"Während Studenten in Frankfurt und München gut bezahlte Jobs finden, ist das in Städten wie Marburg oder Göttingen viel schwieriger. Der Wohnungsmarkt ist eine Gefahr für die Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit", sagt Hofmann. Manche Studierende blieben bei den Eltern wohnen und wählten die nahegelegene Uni, obwohl renommiertere Universitäten ihnen bessere Startvoraussetzungen im Job bieten könnten oder auch eine bestimmte Fächerkombination nicht an der nächstgelegenen Hochschule angeboten werde.

Das optimale Studentenappartement skizziert Matthias Pink, Research-Leiter des Immobiliendienstleisters Savills so: Es ist möbliert, liegt in einer Anlage mit Gemeinschaftsräumen und Vor-Ort-Betreuern, die Mietlaufzeiten können auf die Semester befristet angemietet werden und praktischerweise zu einer All-Inklusive-Miete. Doch die ist meist zu hoch für das normale studentische Budget und unter den zahlreichen neu gebauten Studentenwohnanlagen, die inzwischen entstehen, sind die meisten ebenfalls in einem eher hohen Preissegment angesiedelt. Aber das hält Anbieter wie Crosslane nicht davon ab, ihr Glück auf dem deutschen Markt zu suchen.

Dass sie allein unter den zahlreichen ausländischen Studierenden in Deutschland immer genügend finanzkräftige Kundschaft finden werden für Appartements, erwartet Andreas Morsch, der bei der Auflage des Crosslane-Fonds federführend war. Morsch glaubt, dass die Nachfrage nach Studentenappartements noch lange nicht gesättigt ist und sogar weiter steigen wird. „Auch wenn es in dem Tempo mit dem Bau von Appartements weitergeht, wird es keinen Leerstand geben.“

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