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Offene Immobilienfonds Hier können Anleger noch in Betongold investieren

Wer einen offenen Immobilienfonds für sein Geld sucht, der findet noch ein paar, die nicht wegen Überfüllung geschlossen sind. Auch über die Börse kann man ansonsten die Fonds kaufen.

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Deutschen Bank, Immobilienfond Quelle: REUTERS

Nach der Volksbanken-Gesellschaft Union Investment hat jetzt auch die Deutsche Bank ihre milliardenschweren Immobilienfonds für Neuanlagen geschlossen. Nur noch bestehende Sparpläne mit regelmäßigen Einzahlungen können weitergeführt werden. Die Fonds sind so gefragt, dass sie immer mehr Geld anhäufen, dass sie aber am Immobilienmarkt nicht lukrativ genug in Gebäude investieren können, mit denen sich langfristig eine auskömmliche Rendite erzielen ließe. Die Liquidität, die bei vielen Fonds schon ein Drittel ihres Volumens ausmacht, kann ebenfalls nicht rentabel angelegt werden, sondern wird unter Umständen mit Minuszinsen belastet. Bei einigen Sparkassen kann der Kaufinteressent noch Glück haben, wenn seine Filiale die Verkaufskontingente für Immobilienfonds der Deka noch nicht ausgeschöpft hat. Es gibt andere Wege, um an ein Immobilieninvestment zu kommen:

An der Börse gibt’s Fonds

An der Börse Hamburg-Hannover oder anderen Regionalbörsen gibt es ansonsten auch viele Fonds, für die Fondsgesellschaften zum offiziellen Preis keine Anteile mehr ausgeben, wie etwa den UniImmo Deutschland. Anleger ordern dort zum teureren Börsenkurs. Der Unterschied zu dem offiziellen Preis von Union Investment beträgt etwa 1,5 Prozent.

Mit Orderlimits vermeiden Anleger allzu schlechte Kurse.
Fonds wie der Inter Immo Profil vom Verwalter BNP hatten zwar kürzlich eine zweistellige Performance, die Anleger dem Verkauf eines Gebäudes am Münchner Marienplatz, weit über dem Buchwert verdanken. Verwalter BNP hat keinen Geldannahmestopp ausgerufen, aber Anleger sollten den Fonds nicht kaufen, denn BNP konzentriert sich auf Großanleger.

Vormerken lassen

Der KanAm-Fonds Leading Cities (DE0006791825) kommt ebenfalls durch einen Verkaufserfolg auf eine gute Wertentwicklung. Nur zwei Jahre nach der Fondsgründung wurde ein Gebäude am Hamburger Jungfernstieg 20 Prozent über Buchwert verkauft. Der Fonds investiert in Gewerbeimmobilien in Europas Wirtschaftszentren wie Wien, Brüssel, Kopenhagen, Frankfurt, Hamburg, Zürich, London oder Oslo. Aktuell wirbt KanAm wieder Geld ein („Cash-Call“), weil man eine Immobilie im Blick hat. Der Fonds ist mit neun Immobilien und unter 100 Millionen Euro Immobilienvermögen klein.

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    Vorteil: Alle Anleger in dem Fonds müssen Mindesthalte- und Kündigungsfristen einhalten und nicht nur die Neuanleger, wie bei den schon älteren Fonds. Die Liquiditätsquote bei KanAm ist gewöhnlich niedriger als bei älteren Portfolios sein, die Altanlegern halbjährlich 30 000 Euro auszahlen müssen. Aktuell allerdings hat KanAm wieder für ein Gebäude Geld eingesammelt bei Investoren und jetzt 45 Prozent liquide in der Kasse, die ausgegeben werden müssen. Die Münchner hatten ein Gebäude anvisiert, allerdings wurde das vom Verkäufer zurückgezogen, jetzt hat man eine andere Immobilien im Auge, um die hohe Liquidität anzulegen. Anlageinteressenten können sich für die nächsten Runden vormerken lassen, wenn wieder neues Geld eingeworben wird, das soll noch in diesem Jahr der Fall sein, erwartet ein Unternehmenssprecher.

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