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Plus von 2,3 Prozent Mehr Baugenehmigungen für Wohnungen

Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen steigt Quelle: dpa

Immer wieder kritisieren Experten, dass in Deutschland noch immer zu wenig Wohnungen gebaut würden als einen Grund für die Wohnungsnot. Nun stieg erstmals seit drei Quartalen die Zahl der Baugenehmigungen.

Die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen ist in den ersten drei Quartalen gestiegen. Bis Ende September lag sie bei 262.800 – ein Plus von 6000 oder 2,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. 2017 waren die Zusagen um mehr als sieben Prozent gefallen, nachdem sie von 2008 bis 2016 kontinuierlich zugelegt hatten. Gezählt werden sowohl Genehmigungen für neue Wohnungen als auch für den Umbau bestehender Gebäude.

Die positiven Bescheide für neue Wohnungen zogen um 3,2 Prozent an. „Dieser Anstieg ist ausschließlich auf die Zunahme der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zurückzuführen“, erklärten die Statistiker. Hier gab es ein Plus von 8,3 Prozent, bei Einfamilienhäusern dagegen ein Minus von 0,9 Prozent und bei Zweifamilienhäuser einen Rückgang um 4,4 Prozent.

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag beschlossen, bis 2021 rund 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen – das wären 375.000 pro Jahr. Für 2018 rechnet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) bislang aber nur mit 300.000 fertiggestellten Einheiten, für 2019 mit 315.000. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen kritisiert, dass Bauland in Ballungsgebieten kaum noch erhältlich sei. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) beklagt langwierige Genehmigungsprozesse, teure Auflagen und hohe Steuern.

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