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Private Wohnungsunternehmen Für den Mieterbund sind Wohnungsneubauten wichtiger als Enteignungen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht kann sich die Enteignung privater Wohnungsunternehmen vorstellen. Der Mieterbund ist skeptisch.

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Für den Mieterbund ist der Wohnungsbau wichtiger als Enteignungen Quelle: dpa

Berlin Der Deutsche Mieterbund hat mit Skepsis auf Äußerungen von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zu möglichen Enteignungen privater Wohnungsunternehmen als reagiert. „Die entscheidende Frage bleibt, wie man zu bezahlbarem und genügend vorhandenem Wohnraum kommt. Und da ist durch Vergesellschaftungen aktuell nichts gewonnen“, sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten der „Saarbrücker Zeitung“.

Durch Vergesellschaftungen, die auch jahrelange juristische Auseinandersetzungen nach sich ziehen könnten, entstünde keine einzige neue Wohnung, betonte Siebenkotten. „Wesentlich wichtiger ist, erstens, zu bauen und zweitens, den Mietpreisanstieg im Bestand zu dämpfen.“ Der Mieterbund-Direktor warb zudem dafür, dass die Grundsteuer nicht mehr auf die Mieter umgelegt werden darf.

Lambrecht hatte am Wochenende gesagt, es würden alle Möglichkeiten ausgelotet, um die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Nur wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft seien, könnten Enteignungen als „letztes Mittel“ richtig sein, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Mehr: Deutschland redet über den Mietendeckel. Was eine Obergrenze für Wohnungssuchende und Vermieter bedeutet – die wichtigsten Fragen und Antworten.

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