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Regional begrenzt Mieten sind 2013 vor allem in Berlin gestiegen

Die Politik diskutiert über Mietpreisbremsen, doch in weiten Teilen Deutschlands steigen die Mieten viel langsamer als die Inflation. Und das seit Jahren. Es gibt Ausnahmen, vor allem in begehrten Großstadtvierteln. In Berlin ziehen die Mieten besonders rasant an.

Hier frisst die Miete das Gehalt auf
Die Mieten in den deutschen Großstädten werden nach einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung auch im nächsten Jahr kräftig steigen. Die Wissenschaftler rechnen mit einem Anstieg von durchschnittlich 3,5 Prozent, Kaufpreise legen demnach sogar um 6,5 Prozent zu. „Nach mehreren Jahrzehnten stagnierender Immobilienpreise befindet sich der deutsche Immobilienmarkt seit 2010 in einer Boomphase“, teilte das Institut mit. Ursache sei vor allem Wohnungsknappheit in den Städten, in die immer Menschen zögen. Besonders schlimm ist das in... Quelle: ZB
...Hamburg. In der Hansestadt eine freie Wohnung zu finden, ist eine regelrechte Herkules-Aufgabe: In der Hansestadt gibt es nur 1,5 Prozent Leerstand. Wegen des knappen Angebotes stieg der Preis deshalb binnen fünf Jahren um 26 Prozent. Das hat die Stiftung Warentest ermittelt. Quelle: dpa
Platz 6: Dresden Quelle: dpa
Platz 9: Hannover Quelle: obs
Platz 2: Berlin Quelle: dpa
Platz 8: Bremen Quelle: dapd
Platz 7: Köln Quelle: dpa

Mieter müssen vor allem in Berlin immer mehr für ihre Wohnungen bezahlen. In der Hauptstadt waren die Mietsteigerungen in allen Monaten des Jahres 2013 höher als im Bundesdurchschnitt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Demnach lagen die Nettokaltmieten in Berlin im Dezember 2013 um 2,5 Prozent über dem Niveau vom Dezember 2012. Bundesweit zogen die Mieten im Dezember nur um 1,6 Prozent an - und damit etwas schneller als die Gesamtteuerung der Verbraucherpreise, die sich im gleichen Monat um 1,4 Prozent erhöhten.

Allerdings war die Entwicklung im Dezember - ebenso wie schon der Oktober - eine Ausnahme. Denn im Gesamtjahr 2013 war der Anstieg der Nettokaltmieten in Deutschland mit plus 1,3 Prozent niedriger als die Inflationsrate von 1,5 Prozent. Auch längerfristig betrachtet wirken die Nettokaltmieten preisdämpfend auf die Entwicklung der Verbraucherpreise, betonten die Statistiker: „So erhöhten sie sich von 2005 bis 2013 um 9,8 Prozent, während die Verbraucherpreise insgesamt um 14,3 Prozent stiegen.“

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Auch 2013 traten deutliche Mietsteigerungen nur regional begrenzt auf. Probleme gebe es in erster Linie bei Neuvermietungen in Groß- und Hochschulstädten. In den meisten anderen Regionen Deutschlands und speziell in den östlichen Bundesländern stiegen die Mieten hingegen nur sehr langsam, was auch auf einen hohen Anteil an Bestandsmieten zurückzuführen sei. Im Osten Deutschlands mussten Mieter im Dezember 2013 im Vergleich zum Dezember 2012 zwischen 0,3 Prozent mehr in Mecklenburg-Vorpommern und 0,9 Prozent mehr in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bezahlen.

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