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Rentables Betongold Immobilien brachten Deutsche sicher durch die Finanzkrise

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Hausgeld und andere Kosten werden oft unterschätzt

23 Prozent der Anlagen in Immobilien brachten hingegen sogar eine Nettorendite von mehr als fünf Prozent ein. Laut Meyer die oft niedrigen oder sogar negativen Renditen insbesondere der vermieteten Eigentumswohnungen darauf zurückzuführen, dass die Betriebskosten-Vorauszahlungen - das sogenannte Hausgeld - ebenso wie Instandhaltungskosten, Leerstandzeiten und Kosten eines Mieterwechsels unterschätzt würden.

Vermögende profitieren dem Bericht nach besonders von ihrem Immobilienvermögen. Das reichste Fünftel der Bevölkerung steht für einen Großteil der vermieteten Immobilien. Nach den Zahlen der Bundesbank für die Jahre 2010 und 2011 verfügen die reichsten zehn Prozent sogar über drei Viertel aller nicht selbst genutzten Immobilien. Gleichzeitig haben ihre Immobilienanlagen einen fast doppelt so hohen Wert wie im Durchschnitt. "Das Risiko wird häufig unterschätzt und Sparer büßen durch falsche Entscheidungen einen Teil ihrer Rendite ein", erklärt Meyer.

Seine Vermutung: Private Vermieter holen nicht das letzte Quäntchen an Rendite aus ihren Mieteinnahmen - und sind sogar auch mal mit einer schwarzen Null zufrieden. Dabei dürften laut Studie die unterschiedlichen Interessen und Kompetenzen bei der Bewirtschaftung der Häuser und Wohnungen eine Rolle spielen. Geerbte oder vormals selbst genutzte Immobilien würden zum Beispiel nicht zwingend aus reinen Wirtschaftlichkeitsgründen vermietet.

Mehrfamilienhäuser bringen höhere Renditen

So kommt es, dass die erzielten Renditen weniger von Alter, Bildung oder Bundesland des Vermieters abhängen, sondern vielmehr vom Immobilientyp und dem Vermögen des Eigentümers. Höhere Renditen erzielten laut Studie die Anleger mit höherem Einkommen, sowie Mehrfamilien- und Mietshäuser. Demgegenüber fielen die Renditen für Vermieter von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Auch steuerliche Einflüsse können die Rendite drücken, da bis zum Ende der Neunzigerjahre eine vermietete Immobilie bessere Möglichkeiten zur Steuergestaltung bot.

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Zumindest müssen sich die Renditen nicht vor denen der Immobilienfonds verstecken. Ein Vergleich mit dem Marktindex für offene Immobilienfonds OFIX zeigt: Dessen langjährige Durchschnittsrendite liegt bei rund 2,5 Prozent. Diese Investment bieten vor allem den Vorzug professioneller Immobilienverwaltung sowie einer Streuung der Geldanlage über verschiedene Objekte und Regionen. Dadurch lassen sich die speziellen Risiken einer einzelnen Immobilie vermeiden. Allerdings sind offene Immobilienfonds auch nicht gefahrlos: Als nach der Finanzkrise Anleger scharenweise Geld aus ihren Fonds abziehen wollten, wurden einige gleich für mehrere Monate oder sogar Jahre gesperrt. Bis die Anleger an ihr Geld herankamen, mussten die Fondsanbieter erst Immobilien abstoßen, unter Umständen sind dann keine hohen Preise dafür erzielbar. Ein Problem, dass aber auch Käufer von Mietobjekten haben, wenn sie ihre investiertes Kapital dringend brauchen.

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