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Sonderabschreibung und Baukindergeld Die Wahlgeschenke für Immobilieneigentümer

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Wohnungsbauunternehmen sollen Steuern sparen

Beide Parteilager stellen auch Steuererleichterungen für Wohnungsunternehmen in Aussicht, um auf dem Mietmarkt für mehr Entspannung zu sorgen. Dazu wollen CDU/CSU die Abschreibungsmöglichkeiten für Wohnungsinvestoren attraktiver gestalten.

Nach aktuellem Recht gibt es für den Neubau von Mietwohnungen nur die Möglichkeit, über 50 Jahre lang jährlich zwei Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten (ohne Grundstückskosten) linear steuermindernd abzuschreiben.

Sollte die Union wieder die Regierung stellen, soll für einen begrenzten Zeitraum die degressive AfA (Abschreibung auf Abnutzung) wiederbelebt werden – ein Vorhaben, das in der laufenden Legislaturperiode am Widerstand aus der SPD scheiterte. Eine zunächst favorisierte Erhöhung der linearen Abschreibung auf drei Prozent jährlich ist nun offenbar vom Tisch. Stattdessen favorisieren die Unionsspitzen nun ein altes Modell.

Demnach könnten Investoren, die Mietwohnungen bauen, vor allem in den ersten Nutzungsjahren hohe Steuererleichterungen erwarten. Schon für Neubauten der Jahre bis 2005 sah das degressive Modell eine Abschreibung von vier Prozent in den ersten zehn Jahren vor, 2,5 Prozent in den acht Jahren danach und 1,25 Prozent in weiteren 32 Jahren vor. Die 2016 gescheiterten Pläne hätten es Wohnbauunternehmen sogar ermöglich, in den ersten drei Jahren bis zu 35 Prozent ihrer Ausgaben steuermindernd anzusetzen, sofern die Baukosten nicht mehr als 3000 Euro pro Quadratmeter betragen. Der Bau neuer Mietwohnungen soll so attraktiver werden.

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    Die verbesserten Abschreibungen könnten zwar den Wohnungsneubau beleben, bergen allerdings auch die Gefahr, dass die Grundstückpreise weiter steigen. Michael Voigtländer vom Kölner Forschungsinstitut IW meint deshalb, diese Art der Förderung sollte erst in schlechteren Zeiten zum Einsatz kommen. „Es ist genug Geld im Markt“, zitiert ihn die Immobilienzeitung.

    50 Prozent mehr Wohnungsneubau

    Mit diesen Maßnahmen wollen die Unionsparteien den Bau von 1,5 Millionen neuen Wohneinheiten bis 2021 erreichen. CDU/CSU und SPD wollen dabei gleichermaßen an der Mietpreisbremse festhalten, während die FDP sie gern abschaffen würde, die Linke hingegen ausweiten möchte. Einig sind sich Union und SPD darin, dass die Bauordnung bundeseinheitlicher werden soll. Durch einheitliche Baustandards soll der Neubau erleichtert werden.

    Diskutiert wird in den großen Parteien allerdings die Verpflichtung für Vermieter, bei Neuvermietung die Höhe der bisherigen Miete den Interessenten mitzuteilen. Vor allem die SPD will die Vermieter dazu per Gesetz zwingen. Die verbesserte Transparenz soll den Mietpreisanstieg zusätzlich bremsen.

    Bei all dem angekündigten Geldregen sollten Wohnungssuchende, Familien und Investoren aber eins nicht vergessen: Noch handelt es sich nur um Wahlkampfversprechen.

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