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Wiener Geldhaus Erste-Group-Chef: Österreichs Immobilienmarkt zum Teil überhitzt

Vor allem auf der Privatkundenseite gebe es derzeit einen massiven Bedarf an Wohnraumbeschaffung, so der Geldhaus-Chef. Er warnt jedoch auch vor steigenden Immobilienpreisen.

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Die Entstehung einer Blase im Immobiliensektor sieht Spalt nicht. Quelle: dpa

Das Wiener Geldhaus Erste Group bekommt derzeit eine hohe Nachfrage nach Immobilienkrediten zu spüren. Vor allem auf der Privatkundenseite gebe es einen massiven Bedarf an Wohnraumbeschaffung, sagte Bankchef Bernd Spalt am Freitag. Gleichzeitig warnte er vor steigenden Immobilienpreisen.

„Hier sehe ich nicht so sehr die Gefahr, dass Zinssteigerungen die Kredite unerschwinglich machen, sondern, dass durch die steigenden Preise die Leistbarkeit vor allem für junge Familien ein echtes Problem wird“, betonte der Manager. In manchen Segmenten gebe es bereits eine Überhitzung, die Entstehung einer Blase im Immobiliensektor sieht Spalt aber nicht.

Der Erste-Group-Chef verwies in diesem Zusammenhang auf den geförderten Wohnungsbau samt geförderter Mietwohnungen in Österreich. „Diese Genossenschaftsstrukturen nehmen extrem viel an Preisinflation heraus, das gibt es in Osteuropa nicht“, so Spalt. Zudem diene der Hauptteil der Wohnraumbeschaffung in Österreich dem Eigennutz. Die Tendenz zu Vorsorgewohnungen für Investitionszwecke steige zwar, aber das spekulative Vorgehen sei im Vergleich zum angelsächsischen Raum deutlich geringer.

Die österreichische Notenbank (OeNB) mahnte Anfang Juni zur Vorsicht bei der Vergabe von Wohnimmobilienkrediten. Um potenzielle Systemrisiken frühzeitig abzuwehren, achten die Aufsichtsbehörden zunehmend darauf, dass die Geldhäuser nachhaltige Kreditvergabestandards einhalten.

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