Wohn- und Gewerbeimmobilien Für wie attraktiv Immobilienprofis Ihre Region halten

Eine aktuelle Umfrage zeigt, welchen Regionen von München bis Hamburg Experten das größte Potenzial zusprechen - und wie sich Leerstände, Mietpreise und Nachfrage entwickeln könnten.

Nord-, Süd- oder Mitteldeutschland: Immobilien-Experten wurden nach ihrer Meinung zur Attraktivität von sieben Metropolregionen in Deutschland befragt. Quelle: dpa

Deutschlands Immobilienprofis blicken optimistisch auf die Entwicklung der sieben wichtigsten deutschen Immobilienmarktregionen. Das ist das angesichts konjunktureller Unwägbarkeiten überraschend positive Ergebnis eines Expertenpanels, das der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt. Die Umfrage, die das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn halbjährlich durchführt, ergab: Mehr als vier Fünftel der Umfrageteilnehmer attestieren den zentralen Immobilienmärkten eine zunehmende Attraktivität für die eigene Geschäftstätigkeit, nur 18 Prozent einen Attraktivitätsverlust (Die Attraktivität der regionalen Immobilienmärkte bewerteten 224 der insgesamt 334 Umfrage-Teilnehmer).

Alle Details der Umfrage finden Sie in dieser Infografik:

Allerdings zeigen sich sowohl zwischen den Regionen als auch zwischen den Segmenten Wohn- und Gewerbeimmobilien erhebliche Unterschiede. Der Image-Aufstieg Berlins etwa ist rasant. Von den befragten Experten für Wohnimmobilien etwa bescheinigten 93 Prozent der Bundeshauptstadt eine zunehmende Attraktivität – vor einem Jahr lag der Wert bei 73 Prozent.

Die Mehrheit der Experten geht hier davon aus, dass die Zahl der leerstehenden Neubaumietwohnungen zurückgehen wird. Aber auch im Bereich der Gewerbeimmobilien, sind die Experten für Berlin deutlich optimistischer als für andere Metropolregionen in Deutschland (siehe Infografik).

Rheinland und Berlin Top, Ruhrgebiet Flop

Nur die Rheinschiene mit Düsseldorf, Köln und Bonn liegt in der Experteneinschätzung in puncto Attraktivität noch vor der Bundeshauptstadt (94 Prozent). Dafür befürchten Experten aus dem Rhein-Main-Gebiet öfter als die Befragten der anderen Metropol-Regionen eine sinkende Nachfrage im Markt für Büro- ebenso wie für Einzelhandelsimmobilien und gleichzeitig von steigenden Leerständen im Büromarkt aus.

Womit Gewerbeimmobilienprofis für das künftige Halbjahr rechnen:

Katastrophal ist die Einschätzung für das Ruhrgebiet: Nur 21 Prozent der Befragten aus dem Wohnimmobilienbereich gehen dort von einem Attraktivitätsgewinn aus – vor einem Jahr waren es immerhin noch 43 Prozent. Auch die Experten für Gewerbeimmobilien schätzten die Marktlage im Ruhrgebiet vergleichsweise schlecht ein.

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