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Wohnimmobilien Preisanstieg in den Top-50-Städten verschärft sich

Exklusiv

Die Wohnungspreise in den 50 größten deutschen Städten sind 2012 um durchschnittlich 5,5 Prozent gestiegen.

Wo der Wohnungskauf unbezahlbar wird
Platz 15: DüsseldorfWer sich in der Landeshauptstadt eine schicke Eigentumswohnung zulegen möchte, um es an den Wochenenden nicht weit für einen Spaziergang an der Rheinpromenade zu haben, der musste im Schnitt 2,821 Euro pro Quadratmeter investieren – fast 20 Cent mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Damit ging es für das „Dorf“ mit der längsten Theke der Welt zwei Plätze rauf. Quelle: Grundlage sind Berechnungen des Beratungsunternehmens empirica für das vierte Quartal 2012. Das Referenzobjekt ist ein Neubau mit 60 bis 80 Quadratmetern und gehobener Ausstattung. Quelle: dpa
Platz 14: MünsterNach Münster, der Fahrradfahrerstadt, zieht es viele Studenten, deshalb ist die Wohnungsnachfrage groß und folglich die Mieten relativ hoch. Doch auch eine Eigentumswohnung ist nicht billig zu haben, wie der Preisvergleich zeigt. Ein Quadratmeter kostet hier durchschnittlich 2,862 Euro. Quelle: dpa
Platz 13: KölnDie wenigsten können sie wie Lukas Podolski zu seiner Zeit beim FC eine Wohnung in einem der Kranhäuser direkt am Rhein leisten. Wer sich in der Millionenstadt schon mal nach einer Wohnung, ob zur Miete oder zum Kauf, umgesehen hat, der weiß, wie schwierig das ist – und teuer. 2,867 Euro kostet der Quadratmeter für eine durchschnittliche Eigentumswohnung; die Preise sind in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen, allerdings nicht so stark wie in anderen Regionen. Quelle: dpa
Platz 12: IngolstadtBei Ingolstadt denkt man(n) sofort an Audi, wo der Autobauer seinen Sitz hat, und nicht an hohe Wohnungspreise. Tatsächlich kostet im beschaulichen bayerischen Städtchen der Quadratmeter 2,874 Euro – und damit mehr als in Düsseldorf, Köln oder Berlin. Erstaunlicherweise ist Ingolstadt, was die Mieten angeht, nicht viel preiswerter, dort liegt die Stadt auf Platz 14. Quelle: dpa
Platz 11: PotsdamWie viel der Quadratmeter in Sanssouci kostet, ist leider unbekannt. Stünde das Prachtschloss zum Verkauf, müsste man schon sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Aber es muss ja nicht gleich ein Königspalast sein: In Potsdam allgemein sind es 2,877 Euro für die eigenen vier Wände – ebenfalls nicht ganz billig. Besser sieht es bei den Einfamilienhäuser aus, da sind es nur rund 2,25 Euro pro Quadratmeter. Quelle: dpa
Platz 10: UlmDas beeindruckende Ulmer Münster mit seinem 161,5 Meter hohen Kirchturm, dem höchsten der Welt, dominiert das Stadtbild und ist fast von überall zu sehen. Wer den Blick auf das Gotteshaus jeden Tag vom Balkon seiner eigenen Wohnung genießen möchte, muss dafür einiges investieren. 2,894 Euro kostet ein Quadratmeter. Im ersten Quartal 2012 waren es noch gut 15 Cent weniger. Quelle: dpa
Platz 9: LandshutEinen der größten Sprünge in der Auflistung hat Landshut gemacht, das mitten in Niederbayern liegt. Von Rang 13 ging es seit Anfang des vergangenen Jahres um vier Plätze nach oben. In dem gerade einmal 64.000 Einwohnern lebenden Städtchen müssen Wohnungsinteressenten im Schnitt 2,910 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren. Quelle: dpa

Das ermittelte die WirtschaftsWoche aus Daten des Internetportals Immobilienscout 24. Der Preisanstieg am Immobilienmarkt hat sich damit noch beschleunigt: 2011 waren die Preise in den 50 Städten um 4,4 Prozent gestiegen, nach plus 2,3 Prozent in 2010.

Das Risiko einer Immobilienpreisblase ist aber bislang begrenzt, weil der Preisanstieg auch durch steigende Mieten gestützt wird: In den 50 größten Städten legten die Mieten im Mittel um 3,1 Prozent zu. In einzelnen Städten, vor allem in München, Freiburg und Hamburg, halten die Mieten aber nicht mehr mit den Preisen mit: In München haben sich Wohnungen zum Beispiel seit 2008 um 39 Prozent verteuert, die Mieten zogen jedoch nur um 12 Prozent an.

Serie Wohnungsmarkt


In den meisten Städten haben Anleger gute Chancen auf weiter steigende Immobilienpreise, ergab eine Studie der WirtschaftsWoche. In einem Chance-Risiko-Ranking der Immobilienmärkte schnitt unter den 50 Städten die Stadt Münster am besten ab. Hier haben Käufer die besten Aussichten auf Wertzuwächse. Dabei punktete die westfälische Stadt unter anderem mit einer positiven Wirtschafts- und Bevölkerungsprognose, niedrigem Leerstand bei Immobilien und relativ günstigen Mieten und Preisen im Verhältnis zur Kaufkraft vor Ort.
Dicht hinter Münster landeten im Anlageranking die Städte Hamburg und Oldenburg. Obwohl das Preisniveau in Hamburg mit durchschnittlich 2500 Euro je Quadratmeter für Wohnungen schon sehr viel höher ist als in Oldenburg (1550 Euro je Quadratmeter), bieten beide Standorte ähnlich gute Anlagechancen. Die Hansestadt profitiert vor allem von der hohen Kaufkraft vor Ort. Mit fast 23.000 Euro verfügbarem Jahreseinkommen pro Kopf können sich die Hamburger auch die relativ hohen Mieten und Kaufpreise leisten, so das Magazin.

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