WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Wohnpreisspiegel Wo sich der Immobilienkauf noch lohnt

Seite 2/2

"Weiterhin attraktive Kaufbedingungen"

Egal ob Speckgürtel oder B-Stadt, viele Interessierte fragen sich angesichts des abgegrasten Marktes und der hohen Preise, ob sich der Kauf überhaupt noch lohnt. Die Antwort des IVD fällt naturgemäß positiv aus. Inflationsbereinigt seien die Preise immer noch niedriger als vor 20 Jahren. Bis auf wenige Ausnahmen liege der Preisanstieg bei Immobilien gemessen seit 1994 unter dem der Gehälter, so IVD-Vize Schick. "Die Erschwinglichkeit bleibt also auf hohem Niveau."

Dabei profitiert die Rechnung aber vom Preisabschwung am Immobilienmarkt in den Neunzigerjahren. Zuletzt sind die Preise dagegen deutlich schneller gestiegen als die Inflationsrate. Nichtsdestotrotz profitieren Käufer natürlich weiterhin von den niedrigen Finanzierungskosten. "Im August 2014 lag der effektive Zinssatz für ein Darlehen mit anfänglicher Zinsbindung von mehr als zehn Jahren bei 2,55 Prozent", schreibt der IVD. Damit seien Kredite heute günstiger als noch vor zehn Jahren.

Wie sich Immobilienaktien zuletzt entwickelt haben

Mietpreisbremse - und jetzt?

Wer eine gekaufte Immobilie als Kapitalanlage sieht, fragt sich natürlich, ob sich das angesichts der geplanten Mietpreisbremse, welche die Bundesregierung am Donnerstag im Bundestag diskutiert, noch lohnt. Zunächst stellt der IVD fest, dass der Anstieg der Mietpreise sich abschwächt.

Dennoch gibt es weiterhin Metropolen wie Berlin, in denen die Mieten zuletzt um über fünf Prozent gestiegen sind. Das sei aber ein Nachholeffekt. In anderen Hochpreis-Städten wie München oder Frankfurt lag der Anstieg zuletzt dagegen nur noch bei 0,84 beziehungsweise Null Prozent.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    "Insgesamt ist das Mietpreiswachstum sehr niedrig", meint Schick, und kommt daher zu der kaum überraschenden Feststellung, der Immobilienmarkt in Deutschland funktioniere auch ohne Eingriffe des Gesetzgebers "wie im Lehrbuch".

    Auch einen sogenannten "Vorzieheffekt", also Mieterhöhungen auf den letzten Drücker, will Schick nicht sehen. Vermieter würden lediglich erkennen, dass die nachlässige Form der Mieterhöhung jetzt ausgeglichen werden müsse. Eine Studie für die Bundestagsfraktion der Grünen sagt allerdings das genaue Gegenteil dessen. Demnach sind die Mieten vor allem in den Ballungsräumen "parallel zu den politischen Ankündigungen einer Mietpreisbremse" deutlich angezogen, wie die "Rhein-Neckar-Zeitung" berichtet.

    Immobilien



    Auch Sebastian Hein schätzt das Renditepotenzial für Eigentümer in den A-Städten eher gering. Vielmehr seien es die B-Städte oder die Speckgürtel der großen Metropolen, in denen sich noch eine attraktive Rendite erzielen lasse. IVD-Vize Schick sieht Renditen von vier bis fünf Prozent weiter im Bereich des möglichen.

    Fazit: Es darf weiter gekauft werden, der Standort ist allerdings entscheidend. Neben den Vorstädten sind es B-Städte mit Zuzug, die noch attraktive Angebote bieten.

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%