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Wohnungskonzern Deutsche Annington fährt Rekordgewinn ein

Kurz vor der Fusion mit dem Konkurrenten Gagfah hat das Wohnimmobilien-Unternehmen Deutsche Annington einen Rekordgewinn für das vergangene Jahr vorgelegt. Die Aktionäre sollen am Erfolg teilhaben - die Dividende steigt.

Ein Schild der Immobilienfirma Deutsche Annington vor der Firmenzentrale. Quelle: dpa

Deutschlands größter Wohnungskonzern Deutsche Annington kann sich in diesem Jahr nur kleinere Zukäufe vorstellen. Zunächst gelte es, die anstehende Übernahme der Ruhrgebietsrivalin Gagfah zu verdauen, sagte Vorstandschef Rolf Buch am Donnerstag in einer Telefonkonferenz zur Jahresbilanz 2014. Weitere börsennotierte Konkurrenten seien wahrscheinlich ein zu großer Brocken. "Ich glaube, dass wir erstmal unsere Hausaufgaben zu machen haben."

Die größten kontinentaleuropäischen Immobilienkonzerne.

Die Integration der Gagfah soll nach Buchs Worten noch in diesem Monat beginnen. Zur Finanzierung wird in Kürze eine Kapitalerhöhung angeschoben. Die meisten Gagfah-Aktionäre haben die Offerte angenommen. Es entsteht ein Konzern mit mehr als 350.000 Wohnungen und einem Portfoliowert von 21 Milliarden Euro - nach Angaben von Annington das zweitgrößte börsennotierte Immobilienunternehmen in Kontinentaleuropa nach der französischen Unibail-Rodamco. Die Marken Annington und Gagfah werden allerdings schon bald Geschichte sein. Buch sagte, ein neuer Name für das fusionierte Unternehmen sei bereits gefunden und werde auf der Hauptversammlung im Frühjahr präsentiert.

Vor einem Jahr hatte sich Annington bereits Wohnungsportfolios der Rivalen DeWAG und Vitus einverleibt. Diese konnten schnell integriert werden. Vitus allein waren 30.000 Wohnungen - eine Größenordnung, die Buch für gut verdaulich hält, während Gagfah alleine mehr als 100.000 Wohnungen mitbringt. Annington schaue sich alle Portfolios über 1000 Einheiten an, betonte der Vorstandschef.

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Die zurückliegenden Zukäufe trieben 2014 die Mieteinnahmen und bescherten Annington einen Rekordgewinn. Das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) kletterte überraschend stark um 28 Prozent auf 286,6 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen wie schon vor einiger Zeit angekündigt eine Dividende von 78 (2013: 70) Cent je Aktie bekommen. "Wir halten, was wir versprechen", sagte Buch. Ohne Berücksichtigung der Gagfah peilt Annington in diesem Jahr weiterhin ein FFO von 340 bis 360 Millionen Euro an. Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Annington-Aktie notierte gegen den Trend leicht im Minus. Der Konzern war im Sommer 2013 an die Börse gegangen.

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