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Wohnungsmarkt Wohnimmobilienfirmen Adler, Ado und Consus planen Dreierfusion

Auf dem deutschen Immobilienmarkt könnte eine milliardenschwere Fusion bevorstehen. Gleich drei Unternehmen der Branche wollen sich zusammenschließen.

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Wohnungsmarkt: Adler, Ado und Consus planen Milliardenfusion Quelle: dpa

Auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt bahnt sich eine Dreierfusion an. Die auf den Berliner Wohnungsmarkt ausgerichtete Ado Properties will sich mit ihrem Großaktionär Adler Real Estate zusammenschließen und sich anschließend auch den Projektentwickler Consus Real Estate einverleiben, wie die drei Unternehmen am Sonntag mitteilten.

Formal bietet Ado Properties den Adler-Aktionären 0,4164 neue Aktien an, das sind nach dem Schlusskurs vom Freitag insgesamt 1,03 Milliarden Euro. Ado Properties ist an der Börse gut 1,5 Milliarden Euro wert. Das fusionierte Unternehmen soll unter dem Namen Adler Real Estate Group firmieren.

Adler Real Estate sitzt zwar in Berlin, ist aber auf dem Immobilienmarkt der Hauptstadt bisher kaum vertreten. Dagegen liegt ein Großteil des Wohnungsbestandes von Ado Properties in der Hauptstadt. Zusammen kommen die beiden Unternehmen nach Angaben von Adler Real Estate auf gut 80.000 Wohnungen im Wert von rund 8,5 Milliarden Euro.

Die größten Anteilseigner von Adler mit zusammen 52 Prozent haben der Übernahme bereits zugestimmt. Erst in der vergangenen Woche hatte Adler die Ende September angekündigte Übernahme der Ado-Muttergesellschaft in Israel für 708 Millionen Euro perfekt gemacht und hält seither indirekt 33 Prozent an der operativen Tochter Ado Properties. Gleichzeitig wurde dort der Vorstandschef ausgetauscht. Am Ruder von Ado Properties ist nun der erfahrene Immobilienmanager Thierry Baudemoulin.

Um ihren Wohnungsbestand perspektivisch noch zu vergrößern, wollen Ado und Adler den börsennotierten Projektentwickler Consus Real Estate schlucken. „Durch den strategischen Zusammenschluss von Ado, Adler und Consus entsteht ein integrierter Immobilienkonzern, der insbesondere den Bedarf an Wohnraum in den Top-neun-Städten deutlich besser bedient“, sagte Consus-Chef Andreas Steyer. „Im Rahmen der strategischen Kooperationsvereinbarung haben sich Ado und Consus verpflichtet, bei existierenden und neuen Projekten zusammenzuarbeiten“, hieß es in der Mitteilung.

22,2 Prozent hat Ado nach eigenen Angaben bereits für 294 Millionen von den Consus-Großaktionären gekauft und kommt damit zusammen mit Adler auf 25 Prozent. Von Großaktionär Aggregate Holdings, der 50,97 Prozent hält, können die beiden weitere 51 Prozent der Consus-Anteile für 0,239 Ado-Aktien oder 8,35 Euro in bar erwerben. Ziehen sie die Option, wird ein Angebot an die übrigen Consus-Aktionäre fällig. Insgesamt könnte die Übernahme sie damit knapp 1,2 Milliarden Euro kosten.

Mehr: Das aktuelle Jahr hat für Immobilienkonzerne mit steigenden Gewinnen begonnen. Warum Anleger dennoch nicht überschwänglich werden sollten.

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