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Investmentfonds Attraktive Anlage in Schwellenländer-Aktien

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Kursentwicklung der Schwellenländer-Börsen

Der Schwellenländer-Index ist nicht zuletzt dank ihrer Kursgewinne in den vergangenen zehn Jahren pro Jahr im Schnitt um 15 Prozent gestiegen. Ein Investment in den Leitindex MSCI Welt liegt hingegen noch ganz knapp unter dem Einstiegskurs, mit einem jährlichen Minus von im Schnitt 0,1 Prozent.

Fondsmanager mit einem weiten Anlagehorizont machen sich über die Herkunft der Unternehmen, in die sie investieren, immer weniger Gedanken. Für sie zählt, dass sich Unternehmen gegen Wettbewerber behaupten können – egal, ob sie aus Brasilien oder den USA kommen. Die großen Unternehmen aus Schwellenländer-Indizes sind schon weit verbreitet in Portfolios weltweit gemischter Aktienfonds wie dem DWS Vermögensbildungsfonds I, dem UniGlobal oder dem M&G Global Basics. Und auch wenn die Schwellenländer-Investments bei manchen Fonds nur auf einen Anteil unter zehn Prozent kommen, so ist die Wirkung der Märkte indirekt viel höher.

Denn Aktienfondsanleger, die einen europäischen oder deutschen Aktienfonds kaufen, hängen ebenfalls vom Wachstum in Schwellenländern ab. Siemens, BMW, der spanische Telefonkonzern Telefónica oder der französische Luxusgüterhersteller LVMH erzielen bis zu einem Drittel ihres Gewinns in den Wachstumsmärkten Asiens, Osteuropas oder Lateinamerikas.

2010 wurden Schwellenländer von Wachstumseuphorie getragen

Deren Märkte sind also inzwischen alles andere als exotisch. Es gibt für die großen Schwellenländer spezielle Länderfonds, zudem Regionenfonds, bei denen die Fondsmanager innerhalb einer Region die vielversprechendsten Unternehmen auswählen können. Und alle namhaften Indizes existieren inzwischen als börsengehandelte Indexfonds, die einfach nur einen vorgegebenen Aktienkorb nachbilden, sogenannte Exchange Traded Funds (ETF).

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    Wer bereit ist, mehr Risiken einzugehen, dem bieten die Fondsgesellschaften auch über die etablierten Schwellenländer hinaus Produkte mit mehr Nervenkitzel – sogenannte Frontier-Fonds, die in kleine Märkte wie Vietnam, Nigeria und Kasachstan investieren, also in Märkte, die an der Grenze zum Schwellenland stehen.

    2010 wurden die Börsen der Schwellenländer von Wachstumseuphorie getragen. Im Januar 2011 aber drehte der Trend: Investoren zogen ihre Milliarden so schnell ab, wie sie diese in die Märkte geschaufelt hatten. Die politischen Unruhen in Arabien und dem Nahen Osten sowie die Angst vor hoher Inflation in Brasilien, China, Indien und Indonesien brachten die Kurse zum Kippen. Die asiatischen und lateinamerikanischen Börsen verloren, nur Russland legte zu, weil es wegen des steigenden Ölpreises als Nutznießer der Krise galt. ETFs auf China- und Hongkong standen Anfang des ersten Quartals zunächst unter hohem Verkaufsdruck, fanden dann aber schon im März wieder viele Käufer.

    „Die Aktivitäten zeigten, dass Anleger durch ETFs leicht und schnell ihr Schwellenländer-Engagement auf- und abbauen können“, sagt Deborah Fuhr, Leiterin des ETF-Research beim US-Fondshaus Blackrock. Schnelles Rein und Raus wird erleichtert, weil Anleger statt eines oft happigen Ausgabeaufschlags nur die günstigeren Ordergebühren zahlen.

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