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Krötenwanderung

Krank im Ausland - sichern Sie sich ab!

Anke Henrich
Anke Henrich Freie Autorin, Mittelstands-Expertin

Ein falsches Essen im Hotelrestaurant, ein Fehltritt im Gebirge, der Stich der falschen Mücke und das war's. Der rettende Besuch beim Doktor kann teuer werden; erst Recht , wenn das Problem größer als ein verkorksten Magen ist – oder es Ihnen gerade in Thailand passiert. Dabei lässt sich schon ab sechs Euro im Jahr eine solide Auslandsreisen-Krankenversicherung anschließen. Wer daran spart, spart am falschen Ende, denn weder die gesetzlichen noch die privaten Krankenversicherungen übernehmen alle Kosten, die fern von Deutschland entstehen.

Anke Henrich: Krötenwanderung

Fernweh ist wunderbar, Heimweh nicht - erst Recht, wenn man krank im Bett liegt. Urlauber können sich preiswert dagegen absichern: In der günstigen Variante für alle, die nicht länger als sechs Wochen an einem Stück auf Reisen gehen - das aber ruhig mehrmals im Jahr. Weltenbummler, die länger unterwegs sind, müssen zu teureren Policen greifen. 

Für beide aber gilt: Die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen – je nach Land und entsprechendem Abkommen – nur die schnelle Versorgung vor Ort, der tausende Euro teure Krankentransport zurück nach Deutschland ist Privatsache – für viele Privatversicherte gilt das auch.

Deshalb gilt hier im Vergleich zu anderen Versicherungen einmal uneingeschränkt: Prädikat sinnvoll! 

Stiftung Warentest hat 38 weltweit geltende Tarife unter die Lupe genommen, zwei Drittel schnitten mit ihren Versicherungskonditionen gut ab, darunter der Tarif AR von der Debeka für sechs Euro im Jahr - umgerechnet zwei Cappucino in Italien. Man fragt sich zwar, wie sich das für die Debeka jemals rechnen kann, denn schon der Verwaltungsaufwand dürfte höher liegen....aber das Angebot steht und funktioniert. Eine gute Familienversicherung bietet die HUK für 14,50 Euro im Jahr.

Darauf kommt es bei der Auswahl an:

Vorsicht, Feinheit!

Reisen in Krisenregionen:

Wer im Januar Chiang Mai als Sommertour gebucht hat, dürfte wohl kaum damit gerechnet haben, dass Thailand zum Krisengebiet wurde. Nicht alle Reiseversicherungen zahlen dann im Krankheitsfall. Oft gilt: Erstattet wird nur, wenn das Auswärtige Amt keine Reisewarnung für das Land abgegeben hat oder das Kriegsgeschehen für einen Touristen nicht vorhersehbar war. Schön schwammig.Für Schwangere gelten oft Extra-Konditionen – unbedingt vorher checken, bis zu welchem Schwangerschaftsmonat der Anbieter zahlt. Schwanger im Krankenhaus zu landen, in dem einen womöglich kein Mensch versteht, ist schon Albtraum genug. Mit den oft hohen Kosten sollen sich dann andere herumschlagen. Guter Hoffnung für Schwangere sind die Angebote von Barmenia und Central.Selbstbehalt bei Vertragabschluß akzeptieren, muss nicht sein, es gibt genug günstige Anbieter ohne.Abrechnung: In der Regel müssen Sie die Behandlungskosten vor Ort vorstrecken und reichen daheim alle Atteste, Diagnosen und Belege für die Erstattung bei der Versicherung ein.  Erst wenn die Versorgung vor Ort zu teuer wird, regelt die Versicherung die Abrechnung direkt.Beruflich Reisende: Achtung! Nicht jede Auslandsreisenversicherung zahlt, wenn sie dienstlich unterwegs sind.Senioren und Chroniker: Ein vor der Reise eingeholtes ärztliches Attest, dass Sie gesund genug für ihre geplante Reise sind, vermindert spätere Schwierigkeiten mit der Reiseversicherung - die könnte Ihnen überzogene Risikofreude unterstellen und die Kostenerstattung verwehren.  Zusatzversicherungen, angeboten von der eigenenen gesetzlichen Krankenkasse,  oder die Offerten für ADAC-Mitglieder sind nicht immer die günstigsten oder die mit den besten Vertragsbedingungen.

Wichtig zu wissen: Die Auslandsreiseversicherung muss nach einem obersten Gerichtsbeschluß auch zahlen, wenn sich eine ernste Krankheit vor Ort länger als sechs Wochen hinzieht. Entscheidend ist, wie lange die Reise geplant war, nicht wie lange die Behandlung dauert.

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