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Neue Banken-AGBs Bankkunden müssen aufmerksamer sein

Banken verschicken derzeit Briefe an ihre Kunden, dass sich zum Monatsende die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Künftig gibt es eine Selbstbeteiligung bei Missbrauch von Bankkarten und Online-Banking. Was sich noch alles ändert.

Banken ändern zum 31.10.2009 Quelle: dpa

Zum 31. Oktober tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die die Zahlungsbedingungen im Europäischen Wirtschaftsraum vereinheitlicht. Deswegen passen die deutschen Kreditinstitute und Sparkassen ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen an die Regeln an - leider nicht nur zum Vorteil ihrer Kunden. Zwar werden Überweisungen künftig schneller gebucht und das Lastschriftverfahren innerhalb des gesamten Zahlungsraums möglich. Aber Kontoinhaber müssen von nun an achtsamer beim Ausfüllen von Überweisunsaufträgen sein. Außerdem können Banken bei Schäden nach Verlust von Karten oder Tan-Nummern eine Selbstbeteiligung von 150 Euro einfordern. Was sich alles ändert:

Kürzere Bearbeitungszeit bei Überweisungen: Jede Überweisung innerhalb des Euro-Raums soll künftig schneller beim Empfänger ankommen. Bisher müssen Zahlungen in Deutschland bei Online-Überweisungen nach spätestens drei Geschäftstagen gebucht sein, bei schriftlich eingereichten Überweisungsträgern sind maximal vier Tage erlaubt. Diese Fristen müssen Banken in Zukunft auch bei Überweisungen in andere Länder einhalten. Ab 2012 geht es noch schneller: Dann haben Banken europaweit nur noch einen beziehungsweise zwei Geschäftstage Zeit.

Kontonummer und Empfängername werden nicht mehr abgeglichen:  Verbraucher müssen in Zukunft selbst ganz genau aufpassen, dass sie beim Online-Banking bzw. im Überweisungsträger die Kontonummer und Bankleitzahl richtig angeben. Aufgrund der kürzeren Fristen bucht die Bank nur noch anhand dieser Daten. Ob die Kontoverbindung auch zum Empfängernamen gehört, wird nicht mehr überprüft.

Irrtümliche Überweisungen: Wer bisher eine Überweisung getätigt hat, konnte diese widerrufen bis das Geld beim Empfänger gebucht war. Ein Widerruf von irrtümlichen Überweisungen ist nun nicht mehr vorgesehen. Im Fall der Fälle muss der Kunde das Geld beim falschen Empfänger selbst zurückfordern.

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