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Öko-Banken Grünes Geld wird immer beliebter

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Etwas bessere Konditionen bietet die Umweltbank aus Nürnberg. Hier gibt es beim Tagesgeld schon ab 500 Euro einen Zins von 1,75 Prozent, ab 10.000 Euro zwei Prozent. Doch der besseren Rendite steht ein höheres Risiko gegenüber: Die Umweltbank gehört zu den wenigen deutschen Banken, die weder dem Einlagensicherungsfonds der privaten Banken noch der Sicherungseinrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken angeschlossen sind. Die Einlagen der Kunden sind damit nur zum gesetzlichen Mindestmaß abgesichert. Im Schadensfalle bekommt der Kunde also nur 90 Prozent seiner Einlagen wieder, und das auch nur bis zu einer Höchstgrenze von maximal 20.000 Euro.

Trotzdem verzeichnet auch die Umweltbank regen Zulauf: Die Anzahl der Kunden kletterte seit Anfang 2008 von rund 60.000 Kunden auf aktuell über 70.000 Kunden, bis Ende 2011 sollen es bundesweit 100.000 werden. Die Bilanzsumme stieg im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro. „Die Finanzkrise hat den Vorteil, dass die Menschen sich endlich Gedanken machen, was mit ihrem Geld geschieht“, sagt Umweltbank-Chef Horst Popp.

Die grüne Förderbank finanziert mit den Einlagen nur ökologische Projekte: Rund die Hälfte des Kreditvolumens fließt in Solarprojekte, gefolgt von ökologischen Baufinanzierungen mit 29 Prozent und Wind- und Wasserkraftprojekten mit 16 Prozent. Über 11.000 umweltfreundliche Projekte hat die Nürnberger Bank schon gefördert. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten lag der Jahresüberschuss nach Steuern im vergangenen Jahr mit rund 6,6 Millionen Euro leicht höher als 2007.

Ethikbank mit 14 Prozent mehr Kunden

Starkes Wachstum, aber auf noch niedrigerem Niveau verzeichnet die Ethikbank. Sie ist eine Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg in Thüringen, bietet ihre Produkte aber in ganz Deutschland und Österreich an. Ende Februar 2009 hatte sie knapp 7.800 Kunden, rund 1.100 Kunden mehr als zu Beginn 2008. Die Einlagen erhöhten sich auf über 70 Millionen Euro. Die 2002 gegründete Bank schreibt seit zwei Jahren schwarze Zahlen, sie ist ebenso wie die GLS Bank der Sicherungseinrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken angeschlossen.

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    Auch die Ethikbank investiert nur in Umwelt- und Sozialprojekte. Die Kunden kämen vor allem, weil sie einen bewussten Lebensstil pflegen wollten, erklärt Vorstandsmitglied Sylke Schröder. „Seit einigen Monaten beobachten wir aber immer mehr auch eine bewusste Abkehr von den Großbanken.“ Immer mehr Kunden würden auch ihr Girokonto zur Ethikbank verlegen. „Das zeigt, dass zunehmend mehr Kunden ihre Hauptgeschäftsbeziehung zur Ethikbank verlagern“, sagt Schröder.

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