Rohstoffmarkt Ölpreise sinken bis Jahresende

Experten sagen einen Preisfall bei Brent-Öl von zehn Prozent voraus.

„Brent-Öl hat noch Luft nach unten, hier sehe ich den Preis zum Jahresende bei etwa 100 Dollar, also rund zehn Prozent unter dem derzeitigen Niveau“, sagte Eugen Weinberg, Chef-Rohstoffanalyst bei der Commerzbank, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

Die US-Sorte WTI werde „in etwa stabil bleiben, also bei etwa 95 Dollar je Barrel.“ Für 2012 prognostiziert Weinberg allerdings wieder steigende Ölpreise, „wenn auch in gemäßigtem Tempo.“ 

Dass die Notierungen im kommenden Jahr wieder anziehen, habe vor allem an geopolitische Ursachen. Weinberg: „Der Ölpreis hängt stärker als früher von geopolitischen Faktoren ab. Saudi-Arabien zum Beispiel konnte noch im Vorjahr mit einem Ölpreis von 50 bis 60 Dollar sehr gut leben.

Jetzt liegt für die Saudis die Untergrenze eher bei 80 bis 90 Dollar, da sie die Staatsausgaben massiv hochfahren. Die Regierung braucht für die milliardenschweren Lohnerhöhungen und Sozialleistungen, die sie ihrem Volk versprochen hat, mehr Geld.“

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