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Rohstoffpreise Die EU, Sarkozy und die Spekulanten

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Vereinigung von Rohstoff- und Finanzmärkten

Die EU hat mit der Reform ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik Stützpreise zurückgefahren, wodurch Produzenten und Händler stärker den Preisschwingungen ausgesetzt sind. Sie greifen nun stärker auf die Kontraktmärkte zurück, um sich gegen Risiken abzusichern. Dies erklärt, warum der Handel an den europäischen Terminbörsen für Agrar stark zugenommen hat.

Hinzu kommt das wachsende Interesse von Finanzinvestoren an Anlagen in Agrar. „Rohstoffmärkte und Finanzmärkte wachsen verstärkt zusammen“, schreiben die Beamten der EU-Kommission. Trotz einer starken Korrelation zwischen dem Spot-Markt für Landwirtschaftliche Güter und den entsprechenden Derivaten, „ist es immer noch schwierig, die Interaktion und die Auswirkung von Bewegungen am Derivate-Markt auf die Volatilität des physischen Marktes zu analysieren“, heißt es in dem Bericht.

Neue Richtlinen zum Marktmissbrauch

Statt Spekulanten rundheraus zu verdammen, empfiehlt der Bericht, die Transparenz von Derivaten und Spot-Gütermärkten zu erhöhen. Je mehr Investoren über einen Markt wissen, desto besser können sie Entscheidungen treffen, so die Analyse. Grundsätzlich müsse die Möglichkeit der Warenterminkontrakte erhalten bleiben, weil sie eine Absicherung gegen Risiken bedeuten, heißt es weiter.

Die Kommission glaubt, dass sie mit ihrem Vorschlag für die Regulierung der Derivate-Märkte, die auch die Märkte für Agrargüter betrifft, auf dem richtigen Weg ist, um den Bereich transparenter zu machen. Im Frühjahr will sie eine Neufassung der Richtlinie zum Marktmissbrauch vorstellen, die klären soll, welcher Art von Handel mit Rohstoffen einen Marktmissbrauch darstellt. Ziel ist es, dass europäische Regeln einen solchen Marktmissbrauch in der gesamten Europäischen Union verhindern.   

Unter dem Strich geht die EU-Kommission, auch basierenden auf Studien der Weltnahrungsorganisation FAO und der OECD, davon aus, dass die Preise für Agrarrohstoffe auf absehbare Zeit höher bleiben werden, als im historischen Durchschnitt. Damit geht ein langer Abwärtstrend zu Ende. Die Preise dürften weiter stark schwanken, denn die Preisvolatilität wird erhalten bleiben. Auch die Preise der Produktionsmittel für Agrargüter dürften über ihrem historischen Niveau bleiben.

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