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Skandalbank IKB Landgericht Düsseldorf wies fast 100 Aktionärsklagen ab

Die geschädigten Anleger der Skandal-Bank IKB haben bislang erfolglos auf Schadensersatz geklagt.

Im Vorfeld des Prozesses gegen den früheren IKB-Chef Stefan Ortseifen teilte die Bank der WirtschaftsWoche auf Anfrage mit, dass bereits knapp 100 der 140 Anlegerklagen vom Landgericht Düsseldorf abgewiesen wurden.

Bisher sei keine Klage erfolgreich gewesen. Katharina Diwischek von der Kanzlei Rotter in München, die rund 60 Aktionäre vertritt, sagte dem Magazin, dass die geschädigten Anleger weiterklagen. „Wir sind in Berufung gegangen, erste Verhandlungstermine beim Oberlandesgericht sind im September angesetzt.“

Der Prozess gegen Ortseifen beginnt am kommenden Dienstag von dem Landgericht Düsseldorf.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren IKB-Chef unter anderem Kursmanipulation vor.

Anklagevorwürfe bestreiten

Unterdessen bestätigte Ortseifens Anwalt Rainer Hamm, dass Ortseifen zu Prozessbeginn „ausführlich darlegen wird, weshalb die gegen ihn erhobenen Vorwürfe unbegründet sind“.

Ortseifen werde sich „zur Sache einlassen“ und die „Anklagevorwürfe substantiiert bestreiten“, so Hamm gegenüber der WirtschaftsWoche.

Laut Anklage soll Ortseifen die Lage der Bank in einer Mitteilung am 20. Juli 2007 „bewusst irreführend zu positiv dargestellt“ haben. Damals hatte er mitgeteilt, die Bank sei von der US-Immobilienkrise „lediglich mit einem einstelligen Millionenbetrag“ betroffen. Zehn Tage später stand die IKB wegen riskanter Investments in minderwertige US-Hypotheken vor der Pleite.

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