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Ab Januar 2013 Mehr Netto für Millionen Beschäftigte

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Verbände fordern Kalorienbomben-Steuer
Mit Blick auf die steigende Zahl von Diabetes-Erkrankungen in Deutschland haben Fachgesellschaften erneut höhere Steuern für ungesunde Lebensmittel wie Fast Food, Chips und Süßes gefordert. Ein sinnvoller Weg könnte der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf besonders kalorienreiche und ballaststoffarme Produkte sein, teilte die Deutsche Diabetes Gesellschaft in Berlin mit. Neben dieser Zucker-Fettsteuer sollten gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse dagegen bewusst gering besteuert werden. Für viele Lebensmittel gilt bisher ein Steuersatz von sieben Prozent. Nach Angaben der Gesellschaft ist die Zahl der Diabetes-Erkrankungen in Deutschland von 1998 bis 2011 um 38 Prozent auf über sechs Millionen gestiegen. Zu den Hauptgründen zählen falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Quelle: dpa
Seit Januar 2014 gilt in Berlin eine City-Tax. Pro Übernachtung sollen Besucher eine zusätzliche Steuer von fünf Prozent des Netto-Übernachtungspreises entrichten. Die Berliner Regierung erhofft sich Einnahmen in Höhe von 20 Millionen Euro. Quelle: dpa
Die Sexsteuer ist eine beliebte Einnahmequellen der Kommunen. Köln verlangt diese Vergnügungssteuer bereits seit 2003 von Bordell-Betreibern und Prostituierten. Seit Februar 2009 erhebt auch Oberhausen eine Vergnügungssteuer. Dort müssen Prostituierte pro Arbeitstag sechs Euro zahlen. Quelle: dpa
Eine kuriose Steuer haben sich die Kommunalpolitiker aus Fürth einfallen lassen: In der mittelfränkischen Stadt wird eine Luftsteuer erhoben. Die Politiker verlangen von den Betreibern von Zigaretten-, Kaugummi- oder Handykarten-Automaten Geld, wenn an Hausfassaden angebrachte Automaten mehr als 15 Zentimeter wegragen. Kritiker glauben nicht, dass sich der Aufwand lohnt. Ähnliches droht Bergisch Gladbacher Geschäftsleuten: Für Werbeanlagen und Leuchtreklamen vor Geschäften, die mehr als 30 Zentimeter in öffentlichen Verkehrsraum hineinragen, will die Stadt Sondernutzungsgebühren kassieren. Quelle: dpa
Reichlich umstritten, aber eine einträgliche Abgabe für den Staat: Die Kaffeesteuer spülte in den Jahren 2007 bis 2010 jeweils rund eine Milliarde Euro in die Bundeskasse. Für Röstkaffee beträgt die Steuer 2,19 Euro je Kilogramm für Kaffeepulver 4,78 das Kilogramm. Quelle: dpa
Dir Kuriosität der Mehrwertsteuer lässt sich besonders schön an der Curry-Wurst erläutern: Wer seine Curry-Wurst im Fast-Food-Restaurant ist, der zahlt den vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, wer sie einpacken lässt und zu Hause verspeist zahlt nur sieben Prozent, also den ermäßigten Satz. Quelle: dpa
Hamburg hat zum 1. Januar 2013 eine Kulturtaxe eingeführt. Die Einnahmen sollen zu 100 Prozent in touristische, kulturelle und sportliche Projekte investiert werden. Der Steuersatz ist je nach Übernachtungspreis gestaffelt. Bei einem Preis von 46 Euro ergibt sich etwa eine Kulturtaxe von 1 Euro, informiert " Hamburg Tourismus" auf seiner Webseite. Foto: Grand Elysée Hotel in Hamburg Quelle: Presse

Wie sich das Drehen an Steuer-Stellschrauben im nächsten Jahr auswirken kann, haben die Experten des Haufe-Verlags anhand von Beispielfällen so berechnet: Ein lediger Arbeitnehmer mit Steuerklasse eins, kinderlos, mit Kirchensteuer und einem monatlichen Bruttoverdienst von 3.750 Euro bringt im Januar etwa 16 Euro mehr nach Hause. Aufs Jahr gesehen kann das ein Plus von gut 192 Euro ausmachen, den neuen Grundfreibetrag noch nicht eingerechnet. In der Gehaltsgruppe von 5.000 Euro kriegt der Single ein monatliches Plus von gut 17 Euro heraus, was sich auf über 200 Euro im Jahr summiert.

Die wichtigsten Änderungen 2013 in Zahlen

Auch für ledige Alleinerziehende mit Steuerklasse 2 und einem Kind bleibt ein bisschen mehr netto übrig. Bei 1.500 Euro brutto liegt das Plus bei circa fünf Euro im Januar, bei 3.750 Euro macht es gut 15 Euro mehr im Monat.

Für einen verheirateten Familienvater, zwei Kinder, Lohnsteuerklasse drei, sieht es folgendermaßen aus: Verdient er 3.750 Euro brutto, kann er sich über 14 Euro mehr auf der Januar-Gehaltsabrechnung freuen. Bei 2.500 Euro Verdienst schrumpft die Entlastung auf acht Euro im Monat. Bei 4.500 Euro Gehalt liegt das Plus bei zehn Euro im Monat. Kommt ein erhöhter Grundfreibetrag, werden weniger Steuern fällig.

Bei Privatversicherten sieht die Rechnung von vornherein anders aus. Wie viel ihnen Monat für Monat bleibt, hängt dann nicht nur von Einkommensklasse, Sozialabgaben und Steuersatz, sondern auch von der Höhe ihrer Krankenversicherungsbeiträge ab.

Je mehr Brutto, desto weniger Einbuße

Weil im nächsten Jahr neue Bemessungsgrenzen für Sozialabgaben gelten, werden Gutverdiener ohnehin anders zur Kasse gebeten. Die Bemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt in den alten Bundesländern um 200 Euro auf 5.800 Euro pro Monat (im Jahr: 69.600 Euro).

Ein Versicherter aus dem Westen mit einem Monatsbruttoeinkommen von 5.800 Euro zahlt im neuen Jahr 1.096,20 Euro, also 1,40 Euro weniger als zuvor. In den neuen Bundesländern steigt die Hürde um 100 auf 4.900 Euro (58.800).

Steuern & Recht



Außerdem wird die Messlatte für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung bundesweit angehoben, und zwar von derzeit 3.825 auf 3.937,50 Euro (im Jahr: 47.250 Euro). Wer 2013 also mehr als 3.937,50 Euro brutto im Monat verdient, muss künftig rund 610 Euro zur Krankenversicherung beisteuern. Einkommen, das darüber hinausgeht, ist beitragsfrei - ob 4.720 oder 10.000 Euro verdient wird.

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