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Aktuelle Entscheidungen Steuern und Recht kompakt

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Abschreibungen auf Immobilien: Zu hoher Steuervorteil bleibt erhalten

Stationen der Steuererklärung im Finanzamt
Finanzamt Köln-Süd Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Briefkasten Finanzamt Köln-Süd Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Helga Esser, Leiterin der Poststelle Finanzamt Köln-Süd Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Helga Esser Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Helga Esser Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Bürgerbüro Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Helena Focht Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche

Vermieter können ihre zu versteuernden Mieteinnahmen durch die steuerlichen Abschreibungen auf die Immobilie drücken. Normalerweise dürfen private Vermieter steuerlich jedes Jahr linear zwei Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten abschreiben (bei Fertigstellung vor 1925: 2,5 Prozent). Hat ein Bauherr ein Gebäude selbst gebaut oder ein Käufer es noch im Jahr der Fertigstellung gekauft, hatte er früher eine Alternative: Bei Kauf oder Bauantrag vor 2006 konnten Vermieter alternativ eine degressive Abschreibung wählen. Dabei waren die steuerlichen Abschreibungen zu Beginn höher und fielen dann. So entstanden anfangs höhere Steuervorteile. Konnten Käufer aber schon andere Steuervorteile nutzen, etwa weil sie die frühere Sondergebietsabschreibung für Immobilien in den neuen Bundesländern in Anspruch nahmen, mussten sie auf jeden Fall linear abschreiben. In einem Fall hatte ein Paar 1995 ein Mehrfamilienhaus in Ostdeutschland gekauft. Obwohl sie die Sondergebietsabschreibung nutzten, schrieben sie die Immobilie auch noch degressiv ab. Damit waren die Abschreibungen und die entsprechenden Steuervorteile zu Beginn viel zu hoch. Dem Finanzamt fiel der Fehler allerdings erst 2009 auf. Nun war zwischen Finanzamt und dem Vermieterpaar strittig, welche Folgen der Fehler hat. Der Bundesfinanzhof sprach nun ein Machtwort (IX R 12/13). Alle bis einschließlich 2006 ergangenen Steuerbescheide seien bestandskräftig, die Steuervorteile blieben bestehen. Von 2007 an sei jedoch nur noch der verbliebene Restbuchwert der Immobilie abzuschreiben. Angesetzt würden jeweils die Werte, die sich bei korrekter, also linearer Abschreibung ergeben hätten.

Recht einfach: Rechtsprechung zum Thema Detektiv

Unterhalt: Rollenverteilung mit Folgen

Ein Ehepaar war nach der Wende aus Ost- nach Norddeutschland gezogen. Während der Mann direkt Arbeit fand, bemühte sich die Frau, eine Chemie-Ingenieurin, lange vergeblich um einen Job. Nach der Geburt eines Sohnes kümmerte sie sich um Kinderbetreuung und Haushalt. Um nahe bei der Familie zu bleiben, bewarb sie sich nur noch im Umkreis von 50 Kilometern – erfolglos. Nach der Scheidung stritten die Ex-Gatten um den Unterhalt. Der Mann sah nicht sein, warum die Gehaltseinbußen seiner Frau plötzlich als ehebedingt angesehen wurden. Doch der Bundesgerichtshof fand das richtig (XII ZB 214/13): Die gemeinsam gestaltete Lebensführung sei Ursache für die Einkommensnachteile gewesen. Ohne die in der Ehe gewählte Rollenverteilung hätte sich die Frau bundesweit bewerben können, entschieden die Richter. Ihr Mann müsse ihr die Nachteile daher teilweise ausgleichen.

Steuern & Recht



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    Schneeballsysteme brechen am Ende zusammen, Anleger verlieren ihren Einsatz und die ausgewiesenen, aber nicht ausgezahlten Erträge. Trotzdem müssen sie Steuer auf diese Scheingewinne zahlen, wenn Auszahlungswünsche anderer Anleger zum Zeitpunkt der Gutschrift noch erfüllt worden sind. Der Bundesfinanzhof hält an dieser umstrittenen Rechtsprechung fest (VIII R 25/12).

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